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BURGHAUSEN/MÜNCHEN. Die Wacker Chemie AG hat im Geschäftsjahr 2016 ihr Umsatzziel erreicht und beim operativen Ergebnis die eigenen Erwartungen übertroffen. Für 2017 rechnet der Konzern erneut mit einem Umsatzplus.

Rudolf Staudigl
Rudolf Staudigl

Wacker, mit dem größten Werk in Burghausen, legte seinen Geschäftsbericht für 2016 vor und darf sich über einen steigenden Umsatz freuen. Der Konzernumsatz wuchs mit 5,4 Milliarden Euro gegenüber dem Vorjahr um zwei Prozent. Das Konzernergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) stieg ebenfalls leicht auf 1,1 Milliarden Euro an – und das obwohl laut Konzern die Sondererträge aus einbehaltenen Anzahlungen und Schadensersatzleistungen von Kunden aus der Solarindustrie mit fünf Prozent deutlich geringer ausfielen als im Jahr 2015. Das Konzernergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) ist hingegen mit 366,2 Millionen Euro um 23 Prozent gegenüber dem Vorjahr zurückgegangen. Hier wirken sich laut Wacker die deutlich höheren Abschreibungen mit 735,2 Millionen Euro aus. Unterm Strich hat Wacker das Geschäftsjahr mit einem Jahresergebnis von 189,3 Millionen Euro abgeschlossen. Das sind um 22 Prozent weniger als 2015.

Ausblick 2017

Im ersten Quartal diesen Jahres wird Wacker voraussichtlich einen Konzernumsatz von 1,4 Milliarden Euro erwirtschaften. Zusätzlich zu höheren Absatzmengen verzeichnet Wacker vor allem bei den Halbleiterwafern derzeit bessere Preise als vor einem Jahr. Daher rechnet das Unternehmen mit einer deutlichen Zunahme des EBITDA. Für das Gesamtjahr 2017 erwartet Wacker ein Umsatzplus im mittleren zweistelligen Prozentbereich und einem Konzernergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen auf dem Niveau von 2016. Konzernchef Rudolf Staudigl ist zuversichtlich: „Die für unser Geschäft bedeutenden Branchen werden sich 2017 weitgehend positiv entwickeln. Gegenwind bekommen wir allerdings von den Rohstoffpreisen. Sie ziehen momentan deutlich an. Das könnte sich auf das Ergebnis auswirken.“


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