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BURGHAUSEN/BRAUNAU. Seit Oktober 2016 bietet der Campus Burghausen in Zusammenarbeit mit der Hochschule Rosenheim zwei Studiengänge an. Ein Bildungsangebot, das seither auch für die Region Braunau Effekte und Chancen mit sich bringt.

Ludwig Steinberger, Leiter der WiföG Burghausen, Institutsleiterin Britta Bolzern-Konrad und Leiter der Wirtschaftskammer Braunau Klaus Berer

Der Campus Burghausen bietet derzeit mit Betriebswirtschaft und Chemieingenieurwesen zwei praxisorientierte Bachelor-Studiengänge an. Zum Sommersemester 2018 sind 160 Studierende eingeschrieben, davon kommen drei Prozent, also fünf Studierende, aus Österreich. Ein Potenzial, das in Zukunft weiter ausgebaut werden soll, wie Institutsleiterin Britta Bolzern-Konrad berichtet.

Vorteile für die Region

Doch nicht nur Studierende aus dem Bezirk Braunau profitieren von dem grenznahen Uni-Standort, sondern auch die Region, weiß der Leiter der Wirtschaftskammer Braunau Klaus Berer. Einerseits gibt es dank der guten wirtschaftlichen Entwicklung im Bezirk Braunau eine hohe Nachfrage an Arbeitskräften. Durch den hohen Industrialisierungsgrad und die Exportorientierung werden auch Universitäts- beziehungsweise Fachhochschul-Absolventen gesucht. Von den angebotenen Studienrichtungen am Campus Burghausen erscheint Berer vor allem Technische BWL für den Bezirk interessant.

Andererseits ist das Vorhandensein von entsprechenden Bildungseinrichtungen in der Region einer der wichtigsten Faktoren bei der Standortentscheidung für Betriebsansiedelungen.

Aufholbedarf bei Akademikerquote

Im Bezirk gäbe es zudem Aufholbedarf bei der Akademikerquote der 15- bis 64-Jährigen. Im Bezirksvergleich befindet sich Braunau derzeit mit 6,4 Prozent an letzter Stelle.Daher ist es für Berer sehr begrüßenswert, dass es für Bildungshungrige nun auch eine Option „vor Ort“ zu studieren gibt.


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