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BRAUNAU. Die Arbeiterkammer Braunau blickt auf ein zufriedenstellendes Jahr 2018 zurück. Rund 3,4 Millionen Euro erkämpfte die Kammer für die Beschäftigten. Immer wichtiger wird das Thema Pflege.

Blickten auf das Jahr 2018 zurück: der Präsident der Arbeiterkammer Oberösterreich Johann Kalliauer und Bezirksstellenleiter Stefan Wimmer Foto: Kobler

Die Braunauer Arbeiterkammer hat im Rahmen einer Pressekonferenz einen Überblick über die Arbeit des vergangenen Jahres gegeben. Bezirksstellenleiter Stefan Wimmer führte durch die Zahlen und Fälle, die die knapp 37.000 Mitglieder im Bezirk an die Kammer gerichtet haben. Rund 3,4 Millionen Euro konnten für die Mitglieder erkämpft werden. 6.575 Mitglieder wandten sich mit arbeits- und sozialrechtlichen Fragen an die Arbeiterkammer Braunau. Rund zwei Drittel der Anliegen konnten bereits telefonisch geklärt werden.

In den meisten Fällen ging es dabei um die Themen Pension, Entlohnung oder die Beendigung eines Arbeitsverhältnisses. Insgesamt 39 Fälle landeten 2018 vor dem Arbeitsgericht, wo über 500.000 Euro erkämpft werden konnten. Die meisten Rechtsakte betrafen dabei Beschäftigte im Hotel-Gewerbe, gefolgt von der Arbeitskräfteüberlassung und dem Transportwesen.

92 Sozialrechtsangelegenheiten

In 92 Sozialrechtsangelegenheiten erstritt die Braunauer Arbeiterkammer im vergangenen Jahr knapp 2,5 Millionen Euro. Einen immer größeren Anteil nehmen dabei Fälle des Pflegegelds ein. Deswegen startet die Arbeiterkammer hierzu auch ein eigenes Beratungskonzept, wie Präsident Johann Kalliauer erklärte. Oftmals reicht auch ein einfacher Hinweis der Kammer gegenüber dem Dienstgeber, um versäumte Zahlungen einzufordern. „Was dabei aber häufig fehlt, ist das Unrechtsbewusstsein“, beklagt Bezirksstellenleiter Wimmer. Außerdem berichtete er von zum Teil massiven Fällen von Mobbing durch den Dienstgeber.


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