„Die Gastronomie war noch nie in einer vergleichbaren Situation“

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Sabrina Reiter Sabrina Reiter, Tips Redaktion, 22.03.2020 07:20 Uhr

BEZIRK BRAUNAU. Als eine der ersten Maßnahmen im Kampf gegen Corona wurden die Lokale geschlossen. Kurzarbeit steht bei vielen nun auf der Wochenkarte, für einige Betriebe stellt ein Lieferservice eine Alternative dar, wie Wirtesprecher Herbert Karer berichtet.

„Die Wirte sind teilweise natürlich verzweifelt und unsicher, wie es weitergeht“, berichtet Braunaus Wirtesprecher Herbert Karer nach der angeordneten Schließung von Lokalen zur Eindämmung des Coronavirus. Von vielen InnWirtlern, eine Vereinigung von 14 Wirten im Bezirk Braunau, bei der er selbst Mitglied ist, weiß er, dass die meisten Betriebe ihre Mitarbeiter in Kurzarbeit schickten. Sie planen mit der Lage vorerst bis Ende April – abschätzen könne es aber niemand so genau. Sie erhoffen sich nun, Unterstützung, gerade auch für kleinere Betriebe, zu bekommen.

Langer Weg bis zur Normalität

Auch Karer selbst hofft, dass nach Ostern schon wieder ein wenig Betrieb möglich sein wird, er weiß aber auch, dass es dennoch noch einige Zeit dauern wird, bis wieder Normalität einkehrt: „Die Ängste der Leute vor sozialen Kontakten müssen dann erst wieder abgebaut werden. Die Gastronomie war noch nie in einer vergleichbaren Situation. Bei schlechten Zeiten, wie etwa der Finanzkrise, sind die Leute ja trotzdem noch ins Wirtshaus gegangen.“ Kleinere Familienbetriebe könnten seiner Einschätzung nach die Krise vielleicht etwas besser überstehen – auch wenn viele Reserven draufgehen werden. Doch besonders Betriebe, die in den letzten Jahren viel investiert haben, hätten jetzt laut Karer besonders zu kämpfen.

Lieferservice als Krisenüberbrückung

Karer möchte als Wirtesprecher nun vermitteln und Absprachen unter den Wirten ermöglichen. Auch das Einrichten eines Lieferservice ist für ihn eine gute Sache – natürlich aber nur da, wo es Sinn macht oder wo es dieses Angebot bereits gibt. Sein Rat an die Gastrokollegen: „Mitarbeiter in Kurzarbeit schicken, möglichst die Kosten senken, eventuell auch mit den Banken reden und vor allem versuchen, gesund zu bleiben.“

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