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BEZIRK BRAUNAU. Auch die FPÖ im Bezirk Braunau läutet langsam aber sicher die heiße Phase des Wahlkampfs ein und will an das gute Ergebnis von 2015 anknüpfen. Neben Arrivierten schickt sie auch politische Neulinge ins Rennen und will der Volkspartei so die Stirn bieten. Rund ein Viertel der FPÖ-Kandidaten ist weiblich, drei von ihnen stellen sich auch als Bürgermeisteranwärterin zur Wahl.

Hermine Kager (v.l.), David Schießl, Eva Haslinger und Ursula Timson (Foto: Tips/Kobler)
Hermine Kager (v.l.), David Schießl, Eva Haslinger und Ursula Timson (Foto: Tips/Kobler)

Wenn am 26. September bei der Landtags-, Gemeinderats- und Bürgermeisterwahl gewählt wird, will die FPÖ an ihr starkes Ergebnis von der letzten Wahl 2015 anknüpfen und wie Bezirksparteiobmann David Schießl sagt, auch in einigen Gemeinden des Bezirks für eine Überraschung sorgen. Die Freiheitlichen kandidieren in 43 der 46 Bezirksgemeinden, lediglich in Pfaffstätt, Perwang und St. Radegund stellen sich keine FPÖ-Kandidaten der Wahl. Insgesamt 607 Kandidaten finden sich auf den Wahllisten, 159 davon sind weiblich, das entspricht einem stolzen Anteil von 26,19 Prozent.

Drei Bürgermeister-Kandidatinnen der FPÖ

Mit Hermine Kager in Haigermoos, Eva Haslinger in Handenberg und Ursula Timson in Munderfing stellt die FPÖ auch drei der insgesamt zehn weiblichen Bürgermeisterkandidaten des Bezirks. „Die Frauen wollen bei uns aktiv mitarbeiten und in ihren Gemeinden etwas voranbringen“, erklärt Schießl. In 18 Gemeinden gibt es FPÖ-Bürgermeisterkandidaten. Ein heißes Rennen gegen die ÖVP-Kandidaten erhofft sich der Bezirksparteiobmann unter anderem in Altheim und Eggelsberg. Die drei aktuellen Bürgermeister der Freiheitlichen im Bezirk sollen in jedem Fall gehalten werden. Schießl gibt sich dahingehend auch sehr zuversichtlich und spricht von einer positiven Grundstimmung.

Bürgermeisterkandidatin Hermine Kager will in der kleinen Gemeinde Haigermoos künftig mitgestalten und eine bürgernahe Arbeit machen. Widmen will sie sich künftig dem Problem des fehlenden Nahversorgers in der Gemeinde, Verbesserungen für junge Familien schaffen und die Wander- und Gehwege sicherer gestalten. Außerdem will sie ein Gemeinde-Jugendteam ins Leben rufen.

Die politische Quereinsteigerin Eva Haslinger, 41 und Mutter von drei Töchtern, will sich als potentielle neue Bürgermeisterin für ihre Heimatgemeinde Handenberg einsetzen und mit ihrem Team eine starke Gegenfraktion zur in Handenberg dominanten ÖVP bilden. Auf ihrer Agenda stehen unter anderem mehr Transparenz im Gemeinderat, leistbares Wohnen, die Schaffung von Zebrastreifen und mehr Mitsprachemöglichkeiten in der Gemeinde.

Ursula Timson sieht in Munderfing vieles, das schief läuft und hat sich deshalb zu ihrer Bürgermeisterkandidatur entschieden, um „die Alleinherrschaft der ÖVP zu brechen“. Sie will mehr auf die Bedürfnisse der Bürger eingehen, Wohnraum im Ortskern schaffen und etwa das Klima im Gemeinderat verbessern.

Kager sieht vor allem auch die Vorbildwirkung als wichtiges Instrument dafür, dass sich künftig noch mehr Frauen in der Politik engagieren. „Frauen bringen oft andere Sichtweisen und Blickwinkel mit hinein, was ich als sehr positiv erlebe“, so Bezirksparteiobmann Schießl.

Ärger über Vandalismus bei Wahlplakaten

Geärgert hat er sich zuletzt über den vermehrten Vandalismus in Zusammenhang mit Wahlplakaten von Landesparteiobmann Manfred Haimbuchner, gegen den die Partei rechtlich vorgehen wird. Für Hinweise auf mögliche Täter ist auch eine Belohnung ausgesetzt.


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