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10.000 Euro Förderung für Mattighofner Ärzte und Pläne für neue Leader Projekte

Sabrina Antlinger, 22.02.2022 18:02

MATTIGHOFEN. Bei der letzten Sitzung des Mattighofner Gemeinderats war man sich über die meisten Punkte der Tagesordnung einig. Diskutiert wurde vor allem über neue Projekte im Rahmen des Leader-Programmes, Förderungen für Ärzte sowie private Photovoltaik-Anlagen.

Der Mattighofner Gemeinderat war sich in den meisten Punkte einig. (Foto: Tips/Antlinger)
Der Mattighofner Gemeinderat war sich in den meisten Punkte einig. (Foto: Tips/Antlinger)

Bei der Sitzung wurde unter anderem über die erneute Mitgliedschaft der Gemeinde Mattighofen bei Leader Oberinnviertel-Mattigtal in der Förderperiode 2023 bis 2027 diskutiert. Leader ist eine Initiative der EU zur Förderung innovativer Modelle und Projekte sowie zur Umsetzung von Maßnahmen, deren Schwerpunkt in der Stärkung des ländlichen Raums liegen. Die Stadtgemeinde war von 2014 bis 2020 bereits Mitglied dieser Initiative. Die Mitgliedschaft wurde nun erneut beschlossen.

Geplante Leader Projekte

Der Radweg in Sollern ist bereits als Vorhaben für das Leaderprogramm geplant. Außerdem brachte Stadtrat Gerhard Klug (FPÖ) den Vorschlag, dass man die Bepflanzung beziehungsweise Begrünung des Gartens vom Schloss Mattighofen als ein Leader-Projekt vorsehen könnte.

Förderungen für Ärzte und private PV-Anlagen

Der Gemeinderat besprach außerdem eine Wirtschaftsförderung für Ärzte. Die Stadtgemeinde gewährt allen Ärzten, die in Mattighofen ihre Praxis eröffnen, eine Förderung in Höhe von 10.000 Euro. Mit der Unterstützung erhofft sich die Stadtgemeinde, in Zukunft mehr Ärzte nach Mattighofen locken zu können. Der Antrag wurde einstimmig angenommen. Außerdem wurde vom Gemeinderat beschlossen, Private beim Errichten von Photovoltaik-Anlagen finanziell zu unterstützen. Das gilt für all jene, die ihren Hauptwohnsitz in Mattighofen haben und deren Gebäude in Mattighofen steht.

Diskussion über Bahnübergangssperren im Sommer

Auf der Homepage der Stadtgemeinde wurden bereits umfangreiche Sanierungsmaßnahmen an der gesamten Bahnlinie Braunau/Steindorf sowie den Bahnübergängen samt Schrankenanlagen für Sommer 2022 angekündigt. Daraus resultieren einige zeitliche Sperren der Übergänge über mehrere Stunden bis hin zu mehreren Tagen. In manchen Fällen ist für die Zeit der Sperre im Nahbereich Mattighofen keine Umfahrung möglich. Wodurch bei der letzten Gemeinderatssitzung die Frage aufkam, wie an den besagten Tagen Einsatzfahrzeuge, wie Feuerwehr oder Rettung, die Bahngleise überqueren und auf die andere Seite der Bahnstrecke kommen können, falls es zu einem Notfall kommt.

Alternativen für die Dauer der Umbauarbeiten

Dazu kam der Vorschlag, für die Zeit der Sperren ein Einsatzfahrzeug auf „die andere Seite“ der Bahngleise zu verlegen, um dort die Einsatzbereitschaft gewährleisten zu können. Bürgermeister Daniel Lang (ÖVP) erklärte außerdem, dass die Stadtgemeinde dazu die Bezirkshauptmannschaft Braunau zu Rate ziehen wird, um ein Konzept für diese Tage aufzustellen. Gemeinderat und stellvertretender Fraktionsvorsitzender Josef Sowinski (bfm) brachte außerdem den Vorschlag ein, die Sperre als Chance zu sehen, einen autofreien Tag am Stadtplatz in Mattighofen ins Leben zu rufen und diesen für einen Tag zur Fußgängerzone zu machen oder eine Veranstaltung auf diesen Tag zu legen. 

Freie Stellen

Des Weiteren machte Bürgermeister Lang auf die Personalsituation in der Stadtgemeinde aufmerksam. Es wird derzeit noch nach einem Bademeister für das Erlebnisfreibad in Mattighofen gesucht sowie Pädagogen für die Kinderbetreuung.


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