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Fischwanderhilfe beim Kraftwerk Braunau-Simbach soll im September eröffnet werden

Theresa Senzenberger, 24.05.2024 17:14

BRAUNAU/SIMBACH. Der Kraftwerksbetreiber Verbund baut beim Kraftwerk Braunau-Simbach ein neues Umgehungsgewässer für Fische. Dieses soll im September fertiggestellt werden. Schon jetzt besichtigte der niederbayerische Regierungspräsident Rainer Haselbeck das Projekt.

Entscheidungsträger aus Bayern und Oberösterreich informierten sich über den Fortschritt des Umgehungsgewässers am Innkraftwerk Braunau-Simbach. Unter ihnen war der niederbayerische Regierungspräsident Rainer Haselbeck (4. v. l.) (Foto: Verbund)

Das Umgehungsgewässer hat eine Gesamtlänge von über drei Kilometer. Es soll dafür sorgen, dass Fische das Kraftwerk passieren können. Zudem soll es langfristig einen neuen Fließgewässerlebensraum schaffen. Der naturnahe Umgehungsfluss ist fünf bis acht Meter breit und so gestaltet, dass die gesamte Fischfauna ohne Einschränkungen am Kraftwerk vorbeischwimmen kann.

Auch die Bauarbeiten sind laut Verbund umwelt- und klimafreundlich konzipiert. Der gesamte Bodenaushub wird dazu verwendet, neue Lebensräume zu schaffen. 8,2 Millionen Euro investiert der Kraftwerksbetreiber aktuell in das Projekt.

Dass moderne Umgehungsgewässer von den Fischen angenommen werden, zeige das Projekt „Durchgängigkeit und Lebensraum“ am Innkraftwerk Ering-Frauenstein. Rund 40.000 Fische wanderten bereits im ersten Jahr nach der Inbetriebnahme am Kraftwerk vorbei.

1,2 Meter langer Wels

Dabei wurden 36 verschiedene Fischarten gezählt. Der größte Fisch war ein 1,2 Meter langer Wels. Sogar einige Exemplare des vom Aussterben bedrohten Steingresslings konnten nachgewiesen werden.

Bis 2027 investiert Verbund 400 Millionen Euro für Renaturierungsmaßnahmen, Fischwanderhilfen und zur Verbesserung der Lebensräume entlang seiner Kraftwerksregionen in Österreich und Bayern.

Natura 2000-Tag

Das Gebiet ist Teil des Schutzgebietsnetzes Natura 2000. Mit ihm sollen die natürlichen Lebensräume Europas dauerhaft gesichert werden. Am Natura 2000 Tag trafen sich Entscheidungsträger aus Bayern und Oberösterreich, um sich über den Baufortschritt des Umgehungsgewässers beim Innkraftwerk Braunau-Simbach zu erkundigen.


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