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OSTERMIETHING/TITTMONING. Auf einer historischen Plätte, einem traditionellen Flachboot, begaben sich Grüne-Landesrat Stefan Kaineder und ortskundige Experten auf eine besondere Erkundungstour entlang der Salzach, um gemeinsam den aktuellen Stand der Renaturierung zu besichtigen.

Stefan Kaineder (r.) mit den Experten vor Ort (Foto: Tips/antlinger)
Stefan Kaineder (r.) mit den Experten vor Ort (Foto: Tips/antlinger)

Bei der Fahrt auf der Salzach zwischen dem deutschen Tittmoning und Ostermiething stand die Renaturierung des Flusses im Mittelpunkt. Bereits 2021 rückten die Bagger an, um der Salzach wieder mehr Platz zu verschaffen. Ziel dieses Projekts sei es, mehr Raum für die natürliche Wasserführung, zusätzliche Lebensräume für Tiere und Pflanzen zu schaffen und den Hochwasserschutz für die Anwohner zu verbessern.

Ein historischer Rückblick

Seit den 1820er Jahren wurde die damals noch breite und naturnahe Salzach zwischen Freilassing und Burghausen fast durchgängig begradigt. Dies geschah aus mehreren Gründen: Man wollte zusätzliche landwirtschaftliche Flächen gewinnen, die Schifffahrt erleichtern und eine eindeutige Grenzlinie zwischen Österreich und dem damaligen Königreich Bayern ziehen.

Heute stehen für die Renaturierung des Grenzflusses andere Beweggründe im Vordergrund: der Umwelt- und Klimaschutz. Die Salzach soll wieder naturnäher gestaltet werden, um zu verhindern, dass sie sich immer tiefer in ihr Flussbett eingräbt. Dies ist wichtig, um die Stabilität von Bauwerken wie Brücken zu gewährleisten und das Risiko, dass diese instabil werden oder einknicken, zu minimieren.

Sichtbarer Fortschritt

Von Wasserseite aus konnte Landesrat Kaineder den Fortschritt der Renaturierung vor Ort begutachten. Die Experten an Bord erläuterten die Maßnahmen und ihre positiven Auswirkungen auf die Umwelt. Bereits jetzt zeigen sich Erfolge: Es entstehen Sandbänke und neuer Lebensraum. „Mit der Renaturierung der Unteren Salzach bieten sich wieder neue Lebensräume für Tiere wie beispielsweise Jungfische an. Und auch die Menschen sieht man dadurch immer mehr an der Salzach“, erklärte Kaineder.


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