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Geothermie Braunau-Simbach feiert 25 Jahre grenzüberschreitende Wärmeversorgung

Sabrina Antlinger, 29.04.2026 14:34

BRAUNAU/SIMBACH. Seit einem Vierteljahrhundert steht die Geothermie Braunau-Simbach für eine nachhaltige und grenzüberschreitende Energieversorgung. Bis heute gilt es als das größte grenzüberschreitende Fernwärmenetz Mitteleuropas und als Vorzeigemodell der Energiewende.

V.l.: Doris Stangl (Prokuristin Geothermie Braunau-Simbach/GBS), Josef Postl (Geschäftsführer Energie AG Erzeugung), Anna Meisberger (Prokuristin GBS), Jürgen Kirsch (Geschäftsführer GBS), Alexander Kirchner (CTO Energie AG), Oliver Bucher (Geschäftsführer GBS), Edeltraud Plattner (Stv. Landrätin Rottal-Inn), Johannes Waidbacher (Bürgermeister Braunau) und Klaus Schmid (Bürgermeister Simbach) (Foto: Energie AG/Chris Hofer)

Beim offiziellen Festakt würdigten Vertreter aus Politik und Wirtschaft gemeinsam mit den Geschäftsführern Oliver Bucher und Jürgen Kirsch die Erfolgsgeschichte. Auch Energie AG-CEO Leonhard Schitter betonte die Bedeutung des Projekts als „sichtbares Zeichen für eine verlässliche und nachhaltige Wärmeversorgung“ und hob die enge Partnerschaft über Landesgrenzen hinweg hervor.

Rund 950 Haushalte und Betriebe in Braunau und Simbach profitieren heute von der umweltfreundlichen Fernwärme. Das rund 45 Kilometer lange Netz liefert jährlich etwa 60 Gigawattstunden Energie. Der Anteil der Geothermie liegt dabei bei 70 bis 80 Prozent, wodurch jährlich rund 14.000 Tonnen CO₂ eingespart werden.

Die Technologie nutzt die natürliche Wärme aus dem Erdinneren: Heißes Wasser wird aus der Tiefe gefördert, über Wärmetauscher ins Netz eingespeist und anschließend wieder zurückgeführt. Diese Form der Energiegewinnung gilt als besonders zuverlässig, da sie unabhängig von Wetter und Tageszeit zur Verfügung steht.

Auch für die Zukunft gibt es Pläne: Um die Versorgung weiter auszubauen und den Anteil erneuerbarer Energie zu steigern, werden derzeit Erweiterungen geprüft. So könnte eine Großwärmepumpe die Leistung erhöhen, während eine zusätzliche Bohrung in Braunau für mehr Kapazität und Ausfallsicherheit sorgen soll.


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