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INNVIERTEL. Mit einem historischen Beschluss haben die Lagerhausgenossenschaften Innviertel-Traunviertel-Urfahr (ITU) und Schärding den Weg für eine gemeinsame Zukunft geebnet.

  1 / 2   Bundesrat Ferdinand Tiefnig (l.) gratulierte ITU-Obmann Franz Schachinger zur Fusion. (Foto: Kainrad/Simböck)

Die Eigentümervertreter stimmten bei den Generalversammlungen Anfang Juni mit großer Mehrheit für die Fusion. Nach einstimmiger Zustimmung in Aspach und 95 Prozent Ja-Stimmen in Schärding entsteht nun die neue Lagerhaus Inn-Traun-Donau eGen – und damit Österreichs größtes Lagerhaus in bäuerlichem Eigentum.

Das neue Unternehmen vereint künftig rund 70 Standorte, etwa 1.000 Beschäftigte sowie einen Jahresumsatz von rund 430 Millionen Euro. Nach Vorliegen aller behördlichen Genehmigungen kann die technische Zusammenführung beginnen. Die operative Führung übernehmen Helmut Barth als Vorstandsvorsitzender sowie Christoph Moser und Christian Irnberger. Die Interessen der Eigentümer werden durch einen 24-köpfigen Aufsichtsrat vertreten. Den Aufsichtsratsvorsitz übernimmt ITU-Obmann Franz Schachinger, sein Stellvertreter wird Hermann Stadler.

Über 100 Jahre Geschichte

Die Fusion ist zugleich ein weiterer Meilenstein in einer langen Erfolgsgeschichte. Die Wurzeln des Lagerhauses in der Region reichen bis ins Jahr 1917 zurück, als in Geinberg, Bezirk Ried, eine der ersten Lagerhausgenossenschaften gegründet wurde. Seit mehr als einem Jahrhundert ist das Lagerhaus damit eine tragende Institution im Innviertel und hat sich durch mehrere Zusammenschlüsse stetig weiterentwickelt.

Bereits 2018 entstand durch die Fusion der Lagerhäuser Innviertel und Traunviertel die damals größte Lagerhausgenossenschaft Oberösterreichs, 2020 kam die Genossenschaft Urfahr hinzu. Die wirtschaftliche Basis für den nächsten Wachstumsschritt ist solide: Für das Geschäftsjahr 2025 wurde trotz herausfordernder Rahmenbedingungen ein positives Ergebnis von 1,5 Millionen Euro ausgewiesen. Durch die Zusammenführung der Vermögenswerte steigt die Eigenkapitalquote auf nahezu 50 Prozent.


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