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LENGAU. Trotz eines herausfordernden wirtschaftlichen Umfelds hat die Palfinger AG das erste Halbjahr 2026 mit einem leichten Umsatzplus abgeschlossen. Gleichzeitig führten geopolitische Konflikte, die US-Zollpolitik sowie eine zurückhaltende Investitionsbereitschaft vieler Kunden zu einem Rückgang beim Betriebsergebnis.

Das Marine-Geschäft verlief in der ersten Jahreshälfte besonders erfreulich für Palfinger. (Foto: stock.adobe.com/Trygve)

Der Konzern erwirtschaftete von Jänner bis Juni einen Umsatz von 1,17 Milliarden Euro und steigerte diesen damit im Vergleich zum Vorjahr um 2,3 Prozent. Das operative Ergebnis (EBIT) sank auf 84,1 Millionen Euro, das Konzernergebnis lag bei 48 Millionen Euro. Weltweit beschäftigt Palfinger derzeit rund 12.230 Mitarbeiter.

Vor allem im zweiten Quartal verschlechterte sich das Marktumfeld deutlich. Der Konflikt im Nahen Osten sowie anhaltende geopolitische Unsicherheiten führten dazu, dass viele Kunden geplante Investitionen verschoben. „Die Marktunsicherheit hat im zweiten Quartal 2026 spürbar zugenommen und Investitionsentscheidungen in wichtigen Märkten verzögert“, erklärt CEO Andreas Klauser. Das Unternehmen setze daher verstärkt auf seine Strategie 2030+, Effizienzsteigerungen und den Einsatz von Künstlicher Intelligenz.

Um die Wettbewerbsfähigkeit langfristig zu sichern, startete Palfinger ein konzernweites Effizienzprogramm. Durch schlankere Strukturen, mehr Automatisierung und eine Optimierung der Produktions- und Beschaffungsprozesse sollen ab 2027 jährlich rund 25 Millionen Euro eingespart werden.

Regional zeigte sich ein unterschiedliches Bild: Während sich die Nachfrage in Südeuropa und Indien positiv entwickelte, blieb die wirtschaftliche Erholung in den USA, Deutschland und China hinter den Erwartungen zurück. Erfreulich verlief hingegen das Marine-Geschäft, insbesondere in den Bereichen Offshore-Windkraft und Kreuzfahrt.

Trotz der schwierigen Rahmenbedingungen konnte das Unternehmen im ersten Halbjahr Großaufträge mit einem Gesamtvolumen von mehr als 100 Millionen Euro gewinnen. Für das Gesamtjahr 2026 strebt das Unternehmen einen Umsatz und ein operatives Ergebnis über dem Vorjahresniveau an. Die langfristigen Wachstumsziele bis 2030 bleiben unverändert bestehen.


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