16 Millionen Euro für das neue Leichtmetallkompetenzzentrum in Neukirchen
BRAUNAU/NEUKIRCHEN AN DER ENKNACH. Das Leichtmetallkompetenzzentrum Ranshofen (LKR) hat seinen neuen Standort im Industriepark Braunau-Neukirchen feierlich eröffnet. Rund 16 Millionen Euro wurden in den Neubau investiert, der moderne Bedingungen für industrienahe Forschung und die Entwicklung neuer Leichtmetalltechnologien bietet.

Auf rund 3.000 Quadratmetern Hallenfläche sowie weiteren 1.600 Quadratmetern für Labore und Büros arbeiten künftig rund 70 Mitarbeiter an Werkstoffen und Fertigungsverfahren. Das LKR ist eine 100-prozentige Tochter des AIT Austrian Institute of Technology und beschäftigt sich unter anderem mit der Entwicklung von Leichtmetalllegierungen, Verarbeitungsprozessen und Leichtbaukomponenten.
Von der Forschung in die Praxis
Der neue Standort vereint unterschiedliche Forschungsbereiche unter einem Dach. Die Infrastruktur ermöglicht Arbeiten in den Bereichen Gießen, Umformen, Simulation und additive Fertigung, also dem 3D-Druck von Bauteilen. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf dem WAM Prototyping Laboratory, das die gesamte Prozesskette der drahtbasierten additiven Fertigung von Leichtmetallen abdeckt – von der Werkstoffentwicklung bis zur Prüfung fertiger Bauteile.
Die entwickelten Technologien kommen unter anderem in der Automobilindustrie, der Luft- und Raumfahrt, der Energietechnik sowie im Maschinenbau zum Einsatz. Durch die enge Zusammenarbeit mit Industriepartnern sollen Forschungsergebnisse möglichst rasch in konkrete Anwendungen überführt werden.
Bedeutung für den Industriestandort
Zur Eröffnung kamen neben der LKR- und AIT-Geschäftsführung auch Bundesminister Peter Hanke und Bundesminister Wolfgang Hattmannsdorfer sowie Landeshauptmann Thomas Stelzer und Wirtschafts- und Forschungs-Landesrat Markus Achleitner. Sie unterstrichen die Bedeutung der Investition für den Forschungs- und Industriestandort Oberösterreich.
Das Land Oberösterreich hat nach eigenen Angaben mehr als zwei Millionen Euro in den Kompetenz- und Infrastrukturaufbau investiert. Ziel ist es, die Innovationskraft heimischer Unternehmen zu stärken, neue Technologien schneller zur Marktreife zu bringen und die Wettbewerbsfähigkeit der österreichischen Industrie langfristig zu sichern.








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