Semmering-Basistunnel: Start für Tunnelbau von niederösterreichischer Seite
Gloggnitz. „Glück auf!“ hieß es am 23. November 2015 beim feierlichen Start der Tunnelbauarbeiten für den Semmering-Basistunnel auf niederösterreichischer Seite: Nach dem Spatenstich für das Gesamtprojekt Semmering-Basistunnel vor drei Jahren geht es in Gloggnitz jetzt mit dem richtigen Tunnelbau los.

Bundesminister Alois Stöger (SPÖ), Landesrat Karl Wilfing (ÖVP), der steirische Landeshauptmann Hermann Schützenhöfer (ÖVP), Jozef Vasak von der Vertretung der Europäischen Kommission in Österreich, René Kotacka, Leiter des Implenia-Geschäftsbereichs Infrastructure, und Christian Kern, Vorstandsvorsitzender der ÖBB-Holding AG, gaben den offiziellen Startschuss dafür. Als prominente Patin für das Tunnel-Teilstück fungiert Nationalratspräsidentin Doris Bures (SPÖ). „Mit dem heutigen Tunnelanschlag setzen wir den Ausbau unserer Bahn konsequent fort. Dort wo wir die Schiene schon auf den neuesten Stand gebracht haben, zeigt sich bereits, dass die Bahn durch die kurzen Fahrzeiten zur echten Alternative geworden ist. Das werden wir auch auf der Südstrecke erreichen. Damit geben wir den Menschen mehr Möglichkeiten ihre persönliche Mobilität umweltbewusst, schnell und bequem zu gestalten und setzen darüber hinaus, wesentliche Impulse für die Wirtschaft“, ist Minister Stöger überzeugt. Karl Wilfing, Verkehrslandesrat in Niederösterreich erklärt: „Hier in Gloggnitz wurde mit dem Spatenstich 2012 bereits der Grundstein für das Großprojekt gelegt. Der heutige offizielle Start der Tunnelbauarbeiten ist ein klares Signal: Nun geht es so richtig los, es wird auch von Niederösterreich aus gegraben. Stück für Stück entsteht für die Niederösterreicher bis 2026 ein echtes Jahrhundertprojekt vor ihrer Haustüre.“
Tunnel Gloggnitz
Der Berg verlangt einiges von Mensch und Maschine: im Bagger- und Sprengverfahren wird der Tunnel von Gloggnitz aus in Richtung Steiermark gegraben. Mehr als sieben Kilometer der insgesamt 27 Tunnel-Kilometer entstehen in dem niederösterreichischen Teilstück „Tunnel Gloggnitz“. Seit dem Spatenstich 2012 ist in Gloggnitz vieles passiert: Zwei neu errichtete Eisenbahnbrücken ermöglichen während der Bauarbeiten eine Zufahrt zum Tunnelportal und lassen schon heute die zukünftige Eisenbahntrasse zum Tunnel erkennen. Die erfolgten Umbauarbeiten an den Bestandsgleisen des Bahnhofs Gloggnitz garantieren, dass der Tunnelausbruch umweltfreundlich per Bahn abtransportiert werden kann – alles Vorarbeiten für den Tunnelbau.
Aber nicht nur vom Tunnelportal Gloggnitz aus wird jetzt gegraben: Damit es schneller geht, graben die Mineure gleichzeitig von Göstritz (Schottwien/NÖ) in Richtung Gloggnitz und Mürzzuschlag. Dort entsteht ein komplexes System aus Zugangstunnel und Schächten, von dem aus der Tunnel gebaut werden kann.


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