Musikalische Reise "von einem Eck zum anderen"
Diersbach. Berührend, sinnlich und emotional – Menschen, die lachen, manchmal auch weinen, zusammen gefühlvoll in einer musikalischen Welt schwelgen, wenn sie gemeinsam singen. Der Chor Diagonal aus Diersbach verbindet „von einem Eck zum anderen“ und scheut sich nicht vor musikalischen Auseinandersetzungen.

Eine Diagonale ziehen, „quersingen“ von einem Eck zum anderen, dafür steht der Chor Diagonal aus Diersbach. Damit ist gemeint, dass im Chor eine große Vielfalt herrscht, sowohl was die Sänger als auch das Programm betrifft. 1998 gegründet, verfügt die Singgemeinschaft nun über 30 Mitglieder. Der Chor will mit seinem Schaffen immer bereit für neue musikalische Auseinandersetzungen sein und besticht durch eine spannende sowie ungewöhnliche Programmauswahl. Zu seinem Repertoire gehört Musik aus der ganzen Welt ebenso wie klassische und moderne geistliche Chorliteratur. Leiter Josef Redinger hat für den Chor viele unbekannte Lieder aus den verschiedensten Ländern gesammelt und arrangiert. „Ich habe in zirka 15 Chören mitgesungen und war bei internationalen Wettbewerben dabei. Aus diesem Fundus schöpfe ich heute“, erklärt Redinger.
Für ihn und seine Chorkollegen ist es etwas ganze Besonderes gemeinsam zu singen. „In einem Chor zu stehen, gemeinsam ein Lied zu singen und zu spüren, wie dieses zusammen klingt, kann Menschen zutiefst berühren. Ich habe Jugendliche erlebt, die dabei in Tränen ausgebrochen sind, und Erwachsene, die am Ende des Liedes ganz still waren und einige Zeit gebraucht haben, bis sie wieder reden konnten“, sagt der Chorleiter. „Auf der praktischen Ebene braucht es eine gute Gemeinschaft und Ausgewogenheit zwischen Freude und Leistungsanspruch. Chorgemeinschaften sind oft lebenslänglich, ungeheuer zäh und überstehen oft große und lange Krisen“, so Redinger weiter.
Für die perfekte Harmonie sei es egal, ob das Lied schwer oder leicht ist, entscheidend sei der Chorklang, der Sänger und Zuhörer zutiefst berühren kann. „Ich habe mich viel mit Stimmbildung auseinandergesetzt und grüble oft heute noch viel darüber nach, wie ich den optimalen Sound mit meinem Chor erreichen kann.“ Zu dem erfolgreichsten Projekt des Chors zähle das Konzert „From Ireland to the Highlands“ im Schloss Zell, das sich mehr als 400 Besucher nicht entgehen lassen wollten.
„Oh Täler weit, oh Höhen“
Am 18. Oktober führt der Chor im Schloss Zell das Projekt „Oh Täler weit, oh Höhen“ auf. „Es geht hier um romantische Chormusik. Wir werden bei diesem Projekt aber nicht nur romantische Musik machen, sondern auch in Texten und Gedichten die Zeit beleuchten, in der diese Musik entstand – die frühe Industrialisierung, die damit verbundene ungeheure Armut, der Rückzug des Bürgertums ins Private sowie der Kampf um mehr Demokratie im 19. Jahrhundert“, erklärt Redinger. Unterstützt werden sie dabei von der Pianistin Jutta Holzapfel und dem Sänger Philipp Mayer.
Auftritt
18. Oktober, Konzert „Oh Täler weit, oh Höhen“ im Schloss Zell
Weitere Informationen unter:
chor-diagonal.at


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