Das Einhorn und der Wassermann
Dunkelsteinerwald. Wer kennt sie nicht? Das Einhorn und den Wassermann aus dem Dunkelsteinerwald. Tips hat sich auf die Suche gemacht und ist dabei auf die Autorin, Künstlerin und Kunsttherapeutin Ingrid Loibl gestoßen.

Entstanden aus Fragmenten, mündlichen Erzählungen und aus der Wirkung schöner Plätze, taucht das Märchenbuch „Im Reich des Einhorns“ von Ingrid Loibl und Roswitha Sirninger aus der mythischen Landschaft des Dunkelsteinerwaldes auf. Ein Vergleich mit den Brüdern Grimm liegt nahe. „Die Gebrüder Grimm haben Geschichten gesellschaftsfähig gemacht“, erklärt die Gansbacherin Ingrid Loibl. Zentrales Motiv sei Sittsamkeit und Moral gewesen. Das Märchenbuch orientiere sich hingegen an Umweltschutz und Umweltbewusstsein.
Perspektivenwechsel
Diese Orientierung spiegelt sich auch in dem Märchen „Im Reich des Einhorns“ wider. Dort wird ein junger Bub vom Wassermann in einen Fuchs verwandelt und muss sich gemeinsam mit dem Wassermann um den Erhalt des Waldes und der Natur kümmern. Gerettet werden kann er nur vom Einhorn − einem der letzten Fabelwesen, das noch nicht den Menschen und deren Umweltverschmutzung zum Opfer gefallen ist. Durch die Erfahrungen, die der Bub und seine Schwester machen, lernen die Kinder die Eigenheiten des Waldes und seiner Flora und Fauna kennen und schätzen. Damit regt die Geschichte zu einem Wechsel der Perspektive an. Von einem Leben, das nicht nur durch den Menschen bestimmt wird, sondern den Wald selbst als lebendigen und handelnden Teil darstellt.
Neuauflage
Das Märchenbuch selbst erschien bereits 2002, erfreut sich aber noch immer regen Zuspruchs und wurde vor kurzem neu aufgelegt. Von Aggstein bis Haunoldstein und von Loosdorf bis Unterwölbling reichen die Orte, die es schaffen, die mythische Seite des Dunkelsteinerwaldes erlebbar zu machen. Für Kinder und Erwachsene.


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