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Wetterstammtisch mit Wetterhans in Grieskirchen: Ein Stammtisch für alle, die am Wetter interessiert sind

Nora Heindl, 14.01.2016 13:00

GRIESKIRCHEN. „Geht nicht auf das Wetter los! Wenn es sich nicht hin und wieder ändern würde, könnten neun von zehn Leuten kein Gespräch beginnen“, sagte einst Ken Hubbard, ein 1930 verstorbener US-amerikanischer Humorist. Ob er Recht hatte? Hans Gessl hat in seiner mittlerweile 20-jährigen Karriere als Wetterhans die Erfahrung gemacht, dass die Menschen doch sehr am Thema Wetter interessiert sind. „Vielen ist die normale Wettervorhersage, morgen von - 6 bis + 8 Grad zwischen Bregenz und Wien, zu wenig. Denn das Wetter ist mehr als nur Luftdruck und Temperatur“, schmunzelt der Grieskirchner.
 

Wann‘d Schneerosen zu Weihnachtn blian, werd ma im neichn Jahr vü Sunn gspian: Glaubt man dem alten Schneerosenorakel, sollte es 2016 an Sonne nicht mangeln. Hans Gessl hat diese Schneerosen am Stefanitag am Fuße des Traunsteins gefunden.

Mit seinem „Wetterstammtisch bei Frau Holle“ in Grieskirchen am 21. Jänner schafft er in seinen Augen eine geeignete Plattform für alle, die am Wetter interessiert sind. „Ich werde an diesem Abend aber keinen Vortrag halten. Besucher eines solchen Stammtischs kommen meist mit eigenen Anliegen, aus diesen bauen sich dann die Themen von selbst auf und jedem ist es erlaubt seine Erfahrungen dazu frei zu äußern.“

Titel des ersten Stammtischabends ist „Wetterelastizität ­ die Herausforderungen für 2016“. Darunter versteht Gessl auch, sich wieder mehr selbst mit dem Wetter auseinanderzusetzen, sich daran anzupassen, denn ändern könne man es sowieso nicht. „Ich sage gerne: Wer das Wetter nicht mag, hat sein Leben lang keinen guten Tag. Das Wetter ist eine Hausverstandssache, für die man nicht wissen muss, wie eine Wolke heißt. Viele verlassen sich aber nur mehr auf die Ansagen in den Medien. Wenn die Leute hören, dass eine Kaltfront kommt, holen sie sofort den wärmsten Pulli aus dem Kleiderschrank, ohne sich selbst ein Bild zu machen. Wer dann zu schwitzen beginnt, braucht sich nicht wundern, wenn eine Erkältung an die Türe klopft.“

„Früher saßen die sogenannten Wetterfühler zusammen, um das Wetter zu fühlen, ja zu riechen. Das war etwa zur Zeit der Heuernte enorm wichtig. Die Bauern wussten genau, dass sie dafür drei Tage trockenes Wetter brauchen. Von damals stammt auch immer noch die heute typische 3-Tages-Wettervorhersage. Dieser Tage sind wahre Wetterfühler leider fast ausgestorben.“

Bis Ende Jänner bleibt es kalt

Apropos Wetter: Was sagt denn der Wetterhans über den weiteren Verlauf des Winters? „Ein Jahrhundertwinter, wie im Oktober mal angekündigt wurde, wird es nicht werden. Wir erleben derzeit eine eher bescheidene Form des Winters, die wir akzeptieren müssen. Alle glaubhaften Wetterzeichen rundum in Europa weisen darauf hin, dass wir in den Tälern bis auf weiteres einen schneeflockig warmen Winter erleben werden, insgesamt niederschlagsarm, aber zwischendurch mit Frost-Einlagen. Was gut ist, denn wie schon eine alte Bauernregel sagt: Jeder Jännertag mit Frost, ist für das ganze Jahr ein Trost“. Das bezieht sich unter anderem auf das Absterben von Schädlingen.“

Wetterstammtisch

Donnerstag, 21. Jänner 2016, Bioladen Frau Holle, Grieskirchen, 19 Uhr, Eintritt frei


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