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HARTKIRCHEN. Gespannt treffen 21 Kindergartenkinder aus Hartkirchen am Bio-Kräuterhof in Kellnering ein. Ganz nach dem Motto „Lernen, Erfahren und Begreifen“ tauschen sie für einen halben Tag ihr „Klassenzimmer“ gegen die freie Natur ein. Gastgeberin ist Eva Riederer vulgo Hager, sie ist eine von acht Schule am Bauernhof-Anbietern im Bezirk Eferding.

Eva Riederer hat sich für die Kinder ein lustiges und zugleich lehrreiches Programm einfallen lassen. Foto: Heindl

Als „Kräuterhexe“ hat sich Eva Riederer auf den Anbau und die Ernte von Kräutern und Gemüse spezialisiert. Ihr Wissen gibt sie gerne an die Kinder weiter. „Mir macht die Arbeit mit Kindern großen Spaß. Nachdem ich selber drei Kinder habe, mangelt es auch nicht an der Erfahrung“, schmunzelt die Bäuerin.

Fühlen, riechen, schmeckenNach dem Fußmarsch vom Ortszentrum nach Kellnering dürfen sich die Kinder erstmal mit Saft und Gemüsesticks stärken. Ganz nebenbei erraten sie dabei Gurke, Karotte und Kohlrabi. „Ich finde es ganz wichtig, Kinder fühlen, riechen und schmecken zu lassen. Durch meine eigenen Kinder habe ich schon vorher des Öfteren mit Kindergarten und Schule zusammengearbeitet. Dabei habe ich gemerkt, dass es oft große Unterschiede in Sachen Wissen bei den Kindern gibt. Manche bekommen viel mit von daheim, andere leider weniger“, erzählt Eva Riederer.

Spielerisch lernenNach einer kurzen Vorstellungsrunde werden die Kinder auf die anstehende Aufgabe vorbereitet: den Bau eines Bohnen-Tipis. Da dürfen Federschmuck und Gesichtsbemalung ebenso wenig fehlen wie aus verschiedenen Bohnenarten selbst gebastelte Rasseln. Letzteres natürlich nicht ohne den Kindern vorher ein paar wichtige Details zu Bohnen zu erzählen, zum Beispiel, dass diese nie ungekocht gegessen werden dürfen.

„Mir ist es wichtig, den Kindern aufzuzeigen, was die Natur uns alles schenkt und wie der Zyklus vom Samen über die Pflanze weiter zur Frucht und letztendlich zur Ernte funktioniert“, so Riederer. Das lebendige und lebensnahe Lernen vor Ort fördert die Sozialkompetenz und das Bewusstsein der Kinder für ökologische Zusammenhänge.

Nach dem gemeinsamen Aufbau des Grundgerüsts für das Bohnentipi, darf jedes Kind eine Bohnenpflanze einsetzen. Ein riesiger Regenwurm, der des Weges kommt, wird in die Wissensvermittlung gleich eingebaut. Ein Regentanz soll die Bohnen zum Wachsen animieren.

Der Spaß und die spielerische Wissensvermittlung stehen an diesem Projekttag ganz oben und so ist auch die Zeit für Kinder und Betreuerinnen wie im Flug vergangen. Doch wie jeder weiß, macht Wissen hungrig und so lockt ein köstlich duftendes Bohnengulasch die Kinder zu Tisch, bevor es für sie wieder zurück in den Kindergarten geht.

Im Bezirk Grieskirchen gibt es derzeit sechs Schule am Bauernhof-Anbieter. Alle haben den LFI-Zertifikatslehrgang absolviert und die Höfe wurden auf Eignung und Sicherheit kontrolliert.


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