Feierliche Eröffnung des neuen Bezirksalten- und Pflegeheims Hartkirchen
HARTKIRCHEN. „Ich wünsche mir, dass in dem Haus der Geist der Nächstenliebe spürbar ist, dass sich die Bewohner wohlfühlen und dass der eine oder andere einmal sagt, dass ist mein Zuhause“, mit diesen Worten eröffnete Bezirkshauptmann Michael Slapnicka als Obmann des Sozialhilfeverbandes Eferding das neue Bezirksalten- und Pflegeheim in Hartkirchen.

Das Heim verfügt über 74 Heimplätze (68 Ein-Personen-Wohneinheiten und drei Zwei-Personen-Wohneinheiten). Besondere Rücksicht wird auf die Bedürfnisse von Menschen mit Demenz genommen. Hervorzuheben ist, dass durch die Einschüttung des Erdgeschoßes im nördlichen Bereich ein großzügiger Garten für die Bewohner entstanden ist, der direkt vom ersten Obergeschoß aus barrierefrei erreicht werden kann. Die Investitionssumme für das Bauprojekt lag bei 8 Millionen Euro. „Unser Ziel ist es, den Pflegebedürftigen eine qualitätsvolle Pflege nach ihren Vorstellungen anbieten zu können, damit sie selbstbewusst eine ihnen entsprechende Alterskultur leben und gestalten können. Betagte Menschen sollen die Unterstützung bekommen, die sie nötig haben und der SHV versucht die entsprechenden Angebote bedarfsgerecht zu entwickeln.. Dazu gehört natürlich primär der stetige Ausbau der mobilen Angebote, für die Betreuung zu Hause, genauso aber auch die Errichtung von stationären Pflegebetten, vor allem auch im Hinblick auf die demografische Entwicklung, wonach die Anzahl der pflegebedürftigen Personen im Bezirk von 2221 Personen im Jahr 2015 auf 2868 im Jahr 2030 steigt“, so Slapnicka weiter.
Etwa 60 Mitarbeiter sorgen im neuen BAPH für das Wohlergehen der Bewohner. Ihnen ist es ein besonderes Anliegen die Bewohner in ihrer Individualität und Selbstbestimmtheit wahrzunehmen. Unter den zweibeinigen Mitarbeitern, findet man auch eine vierbeinige Pflegekraft: Fanny, die Hündin von Pflegedienststellenleiterin Rita Wohlfahrt, hatte von ihrem ersten „Arbeitstag“ an eine ganz besondere Wirkung. „Menschen, die sich schwer taten ganze Sätze zu sprechen, führen mit Fanny ganz normale Gespräche“, erzählt Heimleiterin Maria Hofer.
Mit dem Neubau ist eine wichtige sozialpolitische Maßnahme im Bezirk Eferding zügig und problemlos in die Tat umgesetzt worden. Spatenstichfeier war am 5. April 2013, Baubeginn am 17. Juni 2013, die Übersiedlung erfolgte am 9. Mai 2015. 67 Bewohner, inklusive einer Katze, übersiedelten mit Unterstützung des Roten Kreuzes aus dem BSH Leumühle in das neue BAPH Hartkirchen.
Die Architekten DI Gärtner und Mag. Neururer haben für die Bewohner ein gut überschaubares Heim geplant, dass auch für das Pflegepersonal einfache Abläufe vorsieht. Die den drei Wohngruppen zugeordneten Aufenthaltszonen verschmelzen um den Pflegestützpunkt zu einer kommunikativen Zone.
Die künstlerisch gestaltete Fassade an den drei Stirnseiten des Gebäudes gibt dem Haus sein unverwechselbares Gesicht. Als Inspiration für das Motiv diente der Künstlerin Martina Schürz-Neururer die Kulturlandschaft des Eferdinger Beckens mit seinem traditionellen Acker-, Obst- und Gemüsebau.
Der Künstler Alfred Haberpointner hat für den Andachtsraum ein Holzkunstwerk mit dem Titel „Zentrierung“ geschaffen. Das Werk besteht aus Holz und ist in kleine Segmente zerhackt. Diese kerbförmigen Einschnitte sind regelmäßig angelegt und bilden perspektivisch ein Zentrum.


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