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EFERDING. Seit Oktober ist der zweite Bauabschnitt der Umfahrung Eferding in Betrieb. Da nun ein Weg an der Stadt Eferding vorbeiführt, sollte dies auch für Lkw-Fahrer und Pendler eine Motivation sein die Innenstadt zu meiden und so die Anrainer vom Verkehrslärm zu entlasten, so die Grundidee. Zumindest in der Bahnhofstraße sei von einer Verbesserung bisher wenig zu spüren, erzählt Anwohnerin Monika Heitzinger.

Trotz Umfahrung nehmen immer noch viele Lkw-Fahrer den Weg durch die Eferdinger Innenstadt.
Trotz Umfahrung nehmen immer noch viele Lkw-Fahrer den Weg durch die Eferdinger Innenstadt.

Wenn die Ampel in der Eferdinger Bahnhofstraße auf Grün springt, heißt es für die Verkehrsteilnehmer Gas geben. Denn lediglich zehn Sekunden bleiben, um über die Kreuzung zu fahren, dann springt die Ampel schon wieder auf rot und das bleibt sie auch - für die nächsten 80 Sekunden. „Meistens kommen zwei Lkws oder fünf Pkws über die Ampel“, erzählt Monika Heitzinger, die oft von ihrem Wohnzimmerfenster das Verkehrsgeschehen in der Bahnhofstraße beobachtet. Bei einem Tips-Lokalaugenschein passierten innerhalb von 30 Minuten 27 Lastwägen die Bahnhofstraße. Bei den Pkw wurden innerhalb von zehn Minuten 86 Fahrzeuge gezählt.

 

Der Wunsch: Weniger LKW

Seit Jahren hätten sich die Anrainer auf die Umfahrung gefreut, erzählt Heitzinger. Ihr größter Wunsch wäre, dass „wenigstens die Lastwägen wegkämen. Es darf nicht ausschlaggebend sein, dass es durch die Stadt die kürzeste Strecke ist. Es heißt immer nur wir sollen Geduld haben“, erzählt die Pensionistin. Sie sei es mittlerweile schon gewohnt, obwohl es sie auch immer wieder nerve. „40 Jahre wurde von der Umfahrung geredet, es war eine schwere Geburt und jetzt hat es nichts gebracht“, meint die Anrainerin. Zu Stoßzeiten, wenn auf der Straße viel los ist, sei lüften nicht drin, meint Monika Heitzinger. Die Luftqualität leide sehr unter der Verkehrssituation, auch laut sei es geworden. „Besonders im letzten Jahr wurde es sehr schlimm und im Sommer, wenn es sich staut, hat man das Gefühl man könne die Luft durchschneiden“, so die Pensionistin weiter. Ihren Vorgarten nutze sie gar nicht mehr, erzählt sie: „Den habe ich nun mit Efeu bewachsen lassen“. Der kleine Garten im hinteren Teil ihres Grundstücks sei das einzige, dass sie hier noch halte, meint sie: „Versprochen wurde, dass der Stau mit der Umfahrung vorbei ist.“

Weitere Maßnahmen notwendig

Martin Eder von der Stadtgemeinde Eferding und Verantwortlicher für Straßenbau weiß von der Problematik und erklärt, dass selbst die Stadtgemeinde mit der Verlagerung des Durchzugsverkehrs nicht ganz zufrieden ist. Laut Eder müssten noch einige Maßnahmen gesetzt werden. „Die Vorwegweiser von Wels und Linz kommend, sind nicht ausreichend gekennzeichnet. Zum Beispiel mit dem Ziel Passau“, meint Eder. Zudem sei die Aktualität der Navigationsysteme in den Fahrzeugen ein Grund, warum viele Lastwagen- und Autofahrer noch immer durch die Innenstadt gelotst werden. Natürlich müssten sich laut Eder viele Autofahrer erst an die neue Situation gewöhnen und auch der Umstand, dass der dritte Bauabschnitt noch fehlt, trage dazu bei, dass die verkehrstechnische Entlastung der Innenstadt noch nicht im gewünschten Ausmaß erreicht werden konnte.

Laut Eferdings Vizebürgermeister Egolf Richter hätte die Umfahrung bereits jetzt eine wesentliche Verbesserung, sowohl für den Durchzugsverkehr als auch für die Wohn- und Lebensqualität, in Eferding gebracht. Dennoch meint Richter : „Endgültig zufriedenstellend funktionieren wird sie jedoch erst dann, wenn auch der weiterführende Ausbau der Trasse von Pupping bis zum Anschluss an die Donaubrücke Aschach hergestellt ist“. Denn auch trotz der Umfahrung seien laut Richter noch immer zu viele durchfahrende Schwerfahrzeuge im innerstädtischen Bereich festzustellen.

„Durch zusätzliche Beschilderungen beziehungsweise eine bessere Beschriftung der Vorwegweiser kann die Verkehrsführung ohne großen zusätzlichen Kostenaufwand verbessert werden“, appelliert Richter. „Ein Beispiel dafür ist von Linz kommend die Abzweigung zur Umfahrung, welche lediglich nach Wels und Peuerbach beschildert ist, sodass der Großteil der Fahrzeuge, welche Richtung Nibelungen-Bundesstraße, aber auch über Aschach ins Mühlviertel wollen, nach wie vor durch das Zentrum Eferdings fahren“, meint der Vizebürgermeister.

Aufgrund dieser Problematik will man bei den Verantwortlichen der Landesstraßenverwaltung intervenieren und die Vorschläge von Seiten der Stadtgemeinde zur Verbesserung der Beschilderung darlegen.


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Gastuser
Gastuser
22.01.2017 14:53

Umfahrung

Siehe dazu den Artikel in der "Oö Wirtschaft", Ausgabe 20.1.2017, Seite 10. Das Sprachrohr der Unternehmer war wohl nicht bei Frau Heitzinger...