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HARTKIRCHEN/ST. MARTIN. Margit und Dietmar Wengler aus St. Martin reisen jährlich nach Sri Lanka in das Dorf Unawatuna, um jenen Menschen zu helfen, die nach dem Tsunami 2004 kein Dach mehr über dem Kopf haben. Eines der Häuser wurde von Gertraud Puttinger finanziert. Um sich ein Bild zu machen, war die Hartkirchnerin mittlerweile selbst vor Ort.

Foto: Wengler
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„Das war die beeindruckendste Reise meines ganzen Lebens“, erzählt Gertraud Puttinger. Die Neurologin war mit ihrer Familie vor Ort, gewohnt wurde mitten im Dorf. „Wir waren jeden Tag auf der Schulbaustelle und haben natürlich auch das Puttinger-Haus besucht“, erzählt die Hartkirchnerin.

Ganzes Haus gespendet

Anlässlich ihres 40sten Geburtstags hatte sie Geld für das Projekt gesammelt. Zur Einweihungszeremonie konnte sie damals nicht dabei sein, nun lernte sie die darin lebende Familie Dinesh endlich persönlich kennen. Vor allem die unendliche Dankbarkeit, nicht nur der Familie, sondern des ganzen Dorfes, haben sie tief beeindruckt. „Margit und Dietmar Wengler ermöglichen den Menschen im Dorf ein lebenswertes Wohnen. Das gespendete Geld kommt eins zu eins dort an, wo es gebraucht wird. Davon konnte ich mich persönlich überzeugen.“ 

Mit der Familie Dinesh steht  Gertraud Puttinger nach wie vor in Kontakt. „Ihre Tochter ist nur eine Woche älter als meine mittlere. Wir schicken uns regelmäßig Fotos, wie etwa vom Schulstart“, erzählt die Hartkirchnerin. Überhaupt hätten sich die Kinder von Beginn an blendend unterhalten, nonverbal. 

Eingeprägt hat sich auch der Besuch einer Frau, die dank der Hilfe der Wenglers die Ausbildung zur Diplom-Krankenschwester absolvieren konnte. Ihr Mann verbot ihr aber zu arbeiten. „In einem Sechs-Augen-Gespräch haben Margit Wengler und ich sie davon überzeugen können, dass Männer und Frauen gleich viel wert sind und es auch um ihre finanzielle Unabhängigkeit geht. Auch dass ich selbst arbeite, obwohl ich Kinder habe. Mittlerweile geht sie wieder ihrem Beruf nach, das hat mich sehr gefreut“, erzählt Puttinger, für die es nicht die letzte Reise nach Sri Lanka war. „Meine Kinder reden die ganze Zeit davon. Wir werden also sicher wieder hinfliegen.“

Von 11. Jänner bis 20. März werden auch die Wenglers wieder in Sri Lanka sein und dort anpacken. Drei Häuser im Wert von je rund 7.000 Euro haben sie sich vorgenommen. Dazu kommen ein Küchen- und Toilettenanbau für den Montessori-Kindergarten und weitere fünf Küchenanbauten, wo es bisher nur Buschküchen gibt. „Unsere Häuser sind kein Luxus, aber sie schützen die Familien vor dem Monsun, Sturm und Nässe. Jede Familie, die wir aus ihrer kargen Unterkunft retten können, ist ein Erfolg“, sagt Margit Wengler.

Mehr zum Projekt gibt's hier.


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