Jeder zweite Oberösterreicher engagiert sich für das Wohl der Gesellschaft
OÖ/HARTKIRCHEN. Freiwilliges Engagement ist der Kitt, der eine Gesellschaft zusammenhält: Rund 700.000 Oberösterreicher sind in Sportvereinen, Musikkapellen, Gemeinden, Feuerwehren oder dem Roten Kreuz aktiv. Damit leisten sie einen wertvollen Beitrag für die Gesellschaft. Das Rote Kreuz und Tips würdigen engagierte Personen mit dem „HENRI. Der Freiwilligenpreis“.

Josef ist seit 40 Jahren beim OÖ. Roten Kreuz aktiv. Maria spielt seit 20 Jahren Klarinette im Musikverein und Mario ist als Jugendtrainer im Fußballverein ein unverzichtbarer Pfeiler in der Nachwuchsarbeit. Jeder zweite Oberösterreicher engagiert sich freiwillig. „Zahlreiche bereits gewohnte Leistungen und Angebote wie Sportaktivitäten, Jungscharstunden oder karikative Betreuungsstellen wären ohne freiwilliges Engagement nicht verfügbar. Diese können nur in Anspruch genommen werden, weil sich Menschen aus Idealismus einer Sache annehmen“, erklärt OÖ. Rotkreuz-Präsident Walter Aichinger.
Einer von ihnen ist Raphael Erlach. Der gelernte Bäcker kam 2006 im Rahmen des Zivildienstes zum Roten Kreuz und ist seit nunmehr zehn Jahren als Rettungssanitäter, Einsatzlenker sowie Praxisanleiter tätig. Vor allem die Aus- und Fortbildung der Kollegen liegt ihm am Herzen. Raphael Erlach organisiert in Hartkirchen Schulungen, koordiniert die Praxisanleiter und ist im Ortsstellenausschuss für den Bereich Schulung verantwortlich: „Mit meinem Beitrag helfe ich den Menschen in Not, indem ich, wie im Zivilberuf auch beim Roten Kreuz in der Qualitätssicherung dazu beitrage, dass meine Kollegen die Patienten rasch und richtig versorgen.“
Das OÖ. Rote Kreuz ist die größte humanitäre Freiwilligenorganisation im Bundesland. 22.000 Freiwillige sind aktiv, der Großteil im Rettungsdienst. „Das Essen auf Rädern, die Sozialmärkte, der Besuchsdienst oder auch die Leseförderung an den Schulen sind Leistungen, die ausschließlich von Freiwilligen erbracht werden“, erklärt Aichinger.
Die 700.000 Freiwilligen im Bundesland sind Rückgrat und Leistungsträger unserer Gesellschaft. Personen, die sich freiwillig engagieren, haben mehr vom Leben: Laut Freiwilligenbericht des Sozialministeriums meinen 37 Prozent der unter 30-Jährigen, dass freiwilliges Engagement in der Freizeit für ihren Beruf nützlich ist.


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