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8500 Tonnen Gurken werden bis August bei Österreichs größtem Sauergemüsehersteller geerntet

Nora Heindl, 26.06.2015 14:01

HINZENBACH. Sie sind zwischen drei bis sieben Zentimeter groß, knackig, grün und ein beliebter saurer Snack zwischendurch oder pikante Beilage und Zutat – Die Gewürzgurken, oder hierzulande besser als Gurkerl bekannt. Dank des warmen Wetters, startet bei efko die Ernte der kleinen grünen Gurken, die zur Familie der Kürbisgewächse gehören, heuer um fast einen Monat früher.

Reif fürs Glas: Gurkenernte bei efko. Foto: efko
  1 / 4   Reif fürs Glas: Gurkenernte bei efko. Foto: efko

Die bei der Ernte eingesetzten typischen Gurkenflieger und ca. 900 Erntehelfer werden bis August rund 8500 Tonnen des heimischen Gemüses einbringen. Mit einem Marktanteil von gut 40 Prozent (laut Nielsen) am österreichischen Gesamtmarkt bei Gewürzgurken, ist efko Marktführer.

250.000 Arbeitsstunden für GurkenernteAuf rund 125 Hektar Fläche werden im Eferdinger Becken von 26 Landwirten die Gurken angebaut, die von efko jedes Jahr zu Sauergemüse verarbeitet und veredelt werden. „Gurken mögen Kälte und Nässe nicht. Unsere Landwirte schützen die Gurken davor bei Bedarf mit einer Vliesabdeckung. Das anfangs kalte und nasse Frühjahr hat sich heuer dann aber letztlich sehr „gurkenfreundlich“ entwickelt. Dank Sonne, warmen Nächten und genügend Niederschlägen starten wir die Ernte und Verarbeitung heuer bereits im Juni statt im Juli und rechnen mit einer ertragreichen Gurkenernte“, freut sich Klaus Hraby, Geschäftsführer von efko über das warme Wetter der letzten Wochen.

Rund 8500 Tonnen Gurken werden in den nächsten 8 Wochen geerntet. Etwa 36 Gurkenflieger sind mit jeweils 25 Mann Besatzung im Einsatz. In 250.000 Arbeitsstunden werden von den ca. 900 Erntehelfern die gesamten Gurken geerntet. Das macht rund 2000 Arbeitsstunden pro Hektar. Nachdem die Gurkenpflanzen laufend nachblühen und Früchte liefern, müssen die Felder regelmäßig, in einem Abstand von ca. vier Tagen, abgeerntet werden. Die Ernte startet zeitig am Morgen und geht bis zum frühen Nachmittag; in der Hochsaison ab Juli wird dann auch teilweise am frühen Abend nochmals geerntet. Die Gurkenernte ist ausschließlich Handarbeit, da die Pflanzen zu empfindlich für eine maschinelle Ernte sind. Auch In der Produktion kommt Handarbeit zum Einsatz, denn die Gurken werden händisch im Glas nachbefüllt.

Gurkenanbau mit VerantwortungGurken sind mit sich selbst unverträglich, das heißt, sie sollten frühestens nach vier Jahren wieder an dieselbe Stelle gepflanzt werden. Um die Böden der efko-Landwirte nicht zu einseitig zu beanspruchen, werden Gurken nur etwa alle fünf Jahre auf die gleiche Fläche gepflanzt. Die Einhaltung einer ausgewogenen Fruchtfolge spielt für den Erfolg der Gurkenanbauer und somit auch für den Verarbeiter efko eine wesentliche Rolle. „Nachdem die meisten unserer Lieferanten mit zu wenig Eigenflächen für die Einhaltung der optimalen Fruchtfolge ausgestattet sind, tauschen sie mit Getreidebauern die Felder. Eine Win-Win-Situation für alle Beteiligten, denn Gurken haben einen guten Vorfruchtwert, so dass der Boden nach der Gurkenernte in einem guten Zustand hinterlassen wird“, beschreibt Hraby eine ökologisch gut verträgliche  Vorgehensweise im Anbau der Gurken für Natur, Landwirte und Verarbeiter.

Nicht jede Gurke eignet sich als GurkerlNicht jede Gurkensorte ist jedoch zum Verarbeiten als „saures Gurkerl“ geeignet. Aktuell werden von den efko-Landwirten vier verschiedene Sorten angebaut. „Die Gurken müssen besonders knackig sein, sich nach der Ernte schonend verarbeiten lassen und auch für die Landwirte einen wirtschaftlichen Ertrag ermöglichen“, hebt Hraby hervor. Anbaueignung und Erntefähigkeit der einzelnen Sorten werden am Feld bewertet, danach werden Probemuster eingelegt und verkostet. Alle diese Bewertungskriterien zusammen fließen dann in die Sortenwahl ein. Bewährte Sorten werden dann über viele Jahre verwendet.

Marktführer mit Sortenvielfaltefko hatte 2014 einen Marktanteil von gut 40 Prozent (laut Nielsen) am österreichischen Gesamtmarkt bei Gewürzgurken. Die Sortenvielfalt bei dem beliebten Sauergemüse ist groß und reicht von süß-sauer über salzig bis zu pikant-scharf. Seit mehr als 70 Jahren ist efko darauf spezialisiert, frisches, heimisches Obst und Gemüse mit natürlichen Mitteln haltbar zu machen und zu hochwertigen Spezialitäten zu veredeln. Bei efko werden die Produkte sofort nach der Ernte frisch verarbeitet. Die kurzen Transportwege vom Feld und die natürliche, schonende Weiterverarbeitung gewährleisten beste Qualität bei Frische und Geschmack.


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