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HINZENBACH. Bis zum 30. November 2014 quälten sich tausende Fahrzeuge durch das enge Ortsgebiet, Staus und Lärmbelästigung waren die Folge. Mit der Eröffnung des 1. Abschnitts der Umfahrung Eferding wurden die ersten Entlastungen des Ortszentrums spürbar. Die Bauarbeiten für den 2. Abschnitt liegen exakt im Zeitplan, sodass mit der Fertigstellung 2016 täglich bis zu 10.300 Fahrzeuge endgültig verlagert werden können. „Das bedeutet weniger Stau und mehr Verkehrssicherheit sowie höhere Lebensqualität für Eferding“, zeigten sich Landeshauptmann Josef Pühringer und LH-Stv. Franz Hiesl überzeugt und ergänzten: „Mit dem Baustellenfest hat die Bevölkerung die einmalige Möglichkeit sich über den aktuellen Baufortschritt zu informieren!“

  1 / 5   Umfahrung Eferding 1. Bauabschnitt – Unterführung B134/LILO/ÖBB – Anbindung Betriebsbaugebiet. Foto: Land OÖ

Zur Sprache kam wieder das Thema Lärmschutz. Da dieser an vielen Stellen natürlich weniger werden wird, an anderen dafür aber mehr. „Wir haben in Österreich klare Lärmschutzregeln. Ich verspreche, dass, wenn der zweite Abschnitt fertig gestellt ist, nachgemessen wird. Wird der Lärmpegel überschritten, wird natürlich nachgebessert“, sagt LH-Stv. Hiesl (ÖVP) den Betroffenen zu und auch Landeshauptmann Pühringer (ÖVP) verspricht eine ordnungsgemäße Durchführung.

Seit November vergangenen Jahres rollen die ersten Autos über den ersten Abschnitt der Umfahrungsstraße. Mit einer Gesamtverkehrsfreigabe für die 6,8 Kilometer lange Umfahrung ist im Jahr 2016 zu rechnen. „Dadurch werden täglich bis zu 10.300 Fahrzeuge – das entspricht circa 60 Prozent des Verkehrs - auf die Umfahrungsstraße verlagert“, so Hiesl. Zusätzlich werden auch gefährliche Bahnkreuzungen durch Über- bzw. Unterführungen entschärft.

Warum muss an Eferding ein Weg vorbeiführen?Das Stadtgebiet von Eferding liegt am Schnittpunkt der B 129 Eferdinger Straße (Linz – Schärding), der B 130 Nibelungenstraße (Eferding – Passau), der B 134 Wallerner Straße (Eferding – Wels) und der L 1219 Brandstätter Straße. Die A1 West Autobahn sowie die A7 Mühlkreis Autobahn sind über die B 129 und die A8 Innkreis Autobahn über die B 134 erreichbar. Durch die hohe Verkehrsbelastung und die ungenügenden Anlageverhältnisse kommt es im Ortszentrum von Eferding laufend zu Verkehrsbehinderungen, Staubildungen und Unfällen. Um die von Lärm und Abgasen geplagte Bevölkerung vom Verkehr zu entlasten und die Leistungsfähigkeit des Straßennetzes zu erhöhen, wurde am 18. November 2012 mit dem Bau der Umfahrung Eferding begonnen.

Viel Verkehr, viele Unfälle – Umfahrung steigert Verkehrssicherheit!Die Verkehrsbelastung auf der B 129 Eferdinger Straße östlich von Eferding beträgt 14.400 Fahrzeuge pro 24 Stunden, die B 134 Wallerner Straße weist südlich von Eferding ein Verkehrsaufkommen von 9.300 Fahrzeugen pro 24 Stunden auf. Im Knotenbereich B129/B130/B134 liegt die Verkehrsbelastung bei beachtlichen 20.400 Fahrzeugen pro 24 Stunden. Dieses hohe Verkehrsaufkommen hat in der Vergangenheit zu vielen Unfällen im Stadtbereich von Eferding geführt: Im Zeitraum von 2009 bis 2013 ereigneten sich an dieser Kreuzung 120 Unfälle mit 146 Personenschäden. 16 Personen wurden dabei schwer und 130 leicht verletzt. Ein tödlicher Unfall musste glücklicherweise nicht registriert werden. Mit der Fertigstellung der Umfahrung und der Errichtung von Unter- und Überführungen anstelle von schienengleichen Bahnübergängen sollen die zahlreichen Unfälle zukünftig der Vergangenheit angehören.

Umfahrung Eferding ist wirtschaftlicher Turbo für die RegionDas Gesamtinvestitionsvolumen beträgt 47,3 Millionen Euro. „Davon profitierte auch die regionale Wirtschaft wie das Eferdinger Unternehmen „Held & Francke Bau GmbH“. Das sichert und schafft Arbeitsplätze in der Region“, zeigt sich Landeshauptmann Pühringer überzeugt. Dies bestätigt auch eine aktuelle Studie der Johannes Kepler Universität. Die Bauinvestitionen in die Umfahrung Eferding brachten eine zusätzliche Wertschöpfung in der Höhe von rund 40 Mio. Euro unmittelbar für die Region hervor. In Arbeitsplätzen ausgedrückt wurden bzw. werden dadurch pro Investitionsjahr zwischen 70 und 90 Arbeitsplätze geschaffen oder gesichert – das ergibt über die gesamte Investitionsperiode 270 bis 360 Arbeitsplätze. „Jetzt haben wir es Schwarz auf Weiß – der Straßenbau ist ein wichtiger Impulsgeber für die Wirtschaft in den Regionen“, zeigt sich Straßenbaureferent LH-Stv. Hiesl erfreut.

Freie Fahrt im 1. Bauabschnitt – Startschuss für den 2. BauabschnittNach nur zwei Jahren Bauzeit und rund zehn Monate vor dem geplanten Zeitplan konnte am 30. November 2014 der 1. Bauabschnitt der Umfahrung Eferding für den Verkehr freigegeben werden. Gleichzeitig fand auch der feierliche Spatenstich für den 2. Bauabschnitt der Umfahrung Eferding mit einer Länge von 3,4 km statt.

Stand der Bauarbeiten – 2. BauabschnittDie Brückenobjekte

- Nebenobjekt Sandbach EFKO

- Brücke über den Sandbach inkl. Nebenobjekt

- Pulvermühlbachbrücke inkl. Nebenobjekt

- Überführung der B 129a

sind bereits bis auf geringfügige Restarbeiten fertiggestellt. Bei den Objekten Überführung „Na10 und ÖBB“ sowie Überführung „Kutschermühlbach und ÖBB“ wurde die Gründung mittels Großbohrpfähle errichtet. 

Derzeit werden bei der Überführung „Na10 und ÖBB“ Arbeiten am Lehrgerüst des Tragwerkes durchgeführt. Zum Schutz der Gleise der ÖBB-Bahnstrecke Haiding-Aschach während der weiteren Baumaßnahmen wurde eine wasserdichte Schutzeinhausung hergestellt. Diese Schutzeinhausung bietet den bestmöglichen Schutz gegen herabfallende Gegenstände und gewährleistet die Aufrechterhaltung des Bahnbetriebes während der gesamten Bauzeit.

Bei der Überführung „Kutschermühlbach und ÖBB“ werden derzeit die Pfahlköpfe der Großbohrpfähle (DM90) für das Betonieren der beiden Widerlager sowie der beiden Stützenfundamente vorbereitet.

Auch beim Straßenbau liegen die Bauarbeiten voll im Zeitplan. Im Abschnitt Strohheimer Straße bis zur neuen Sandbachbrücke sind beide Lagen der bituminösen Tragschichte bereits aufgebracht. Im Abschnitt Strohheimer Straße bis zum Dammbeginn der Brücke über den Kutschermühlbach sind die Dammschüttungen abgeschlossen und die bituminöse Tragschichte hergestellt. Die Nebenanlage Na 6c und 6d (Bereich Steckbauer und Efko) werden in der KW 27/2015 asphaltiert.

Ausblick auf die nächsten MonateIn den kommenden Monaten wird bei der Überführung Na10 nach Fertigstellung des Lehrgerüstes das Tragwerk betoniert. Danach erfolgt eine 2-lagige bituminöse Abdichtung auf einer Epoxidharzgrundierung. Im Anschluss daran, können die Randbalken betoniert werden. Bei der Überführung „Kutschermühlbach und ÖBB“ wird in den nächsten Monaten der gesamte Unterbau fertiggestellt. Währenddessen erfolgt auch hier der Aufbau der wasserdichten Schutzeinhausung zum Schutz der Gleisanlage der ÖBB-Strecke Haiding- Aschach während des Baus. Im Gemeindegebiet von Hinzenbach werden die Erdabtragsarbeiten in den Einschittsbereichen vorangetrieben und im Anschluss mit der Errichtung der Stützmauern begonnen.

Die Verkehrsbelastung auf der B 129 Eferdinger Straße östlich von Eferding beträgt 14.400 Fahrzeuge pro 24 Stunden, die B 134 Wallerner Straße weist südlich von Eferding ein Verkehrsaufkommen von 9.300 Fahrzeugen pro 24 Stunden auf. Im Knotenbereich B129/B130/B134 liegt die Verkehrsbelastung bei beachtlichen 20.400 Fahrzeugen pro 24 Stunden. Mit der Fertigstellung der Umfahrung und der Errichtung von Unter- und Überführungen anstelle von schienengleichen Bahnübergängen sollen die zahlreichen Unfälle zukünftig der Vergangenheit angehören. Je nach Abschnitt des Straßennetzes können bis zu 60 % des derzeitigen Verkehrsaufkommens auf die Umfahrung verlagert werden.

Daten und Fakten:Gemeinden: Eferding, Hinzenbach, Pupping, Fraham Bauausführende Firma 1. BA + 2 BA: Held & Francke Bau GmbH, Linz Gesamtkosten: 47,3 Mio. Euro Gesamtlänge Umfahrung: 6,8 km (ohne Nebenwege) 3 Kreisverkehrsanlagen 13 Objekte (Unterführungen, Brücken) 3 Bachumlegungen (Dachsbergerbach, Sandbach, Pulvermühlbach) 1 Verkehrskontrollplatz


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