Suche


Weitere Angebote

Sociale Medien

Kontakt
tips.at als bevorzugte Google-Quelle hinzufügen

Eferding und Weibern starten mit Initiativen gegen das Bienensterben durch

Nora Heindl, 19.01.2018 09:05

EFERDING/WEIBERN/OÖ. Auf ihren Wiesen und in ihren Parks nimmt das Summen wieder stetig zu: Zwölf Pioniergemeinden in Oberösterreich, darunter auch Eferding und Weibern setzen sich aktiv für den Bienenschutz ein und trafen sich in Anwesenheit von Umwelt-Landesrat Rudi Anschober zum Erfahrungsaustausch in Linz.

LR Rudi Anschober beim Treffen der Bienenfreundlichen Gemeinden in Linz. Foto: Land OÖ/Sabrina Liedl

Derzeit gibt es in Österreich ca. 690 Bienenarten, viele davon kämpfen mit herben Verlusten bzw. sind gar vom Aussterben bedroht – einer der Gründe ist die sich verschlechternde Umweltsituation, etwa durch Umweltgifte oder Ausräumen der Landschaften. Die bekannteste der Bienen ist die Honigbiene, während die Mehrheit der Wildbienen im Boden nistet. 

Darum begleitet das Bodenbündnis Gemeinden dabei, nach dem Motto „Unser Boden für Bienen“ bienenfreundlich zu werden: Sie können eine wesentliche Rolle für den Bienenschutz vor Ort spielen, indem sie auf Pestizide auf öffentlichen Grünflächen verzichten, diese bienenfreundlich bepflanzen oder die Bevölkerung einladen, auch ihre Hausgärten in kleine Oasen für Bienen und andere Nutztiere zu verwandeln.

Nachdem im Jahr 2015 Aschach a.d. Steyr, Eferding, Neuhofen, Ottensheim, Pucking, und Weibern als Pilotgemeinden gestartet sind, haben sich letztes Jahr Asten, Dorf a.d. Pram, Gallneukirchen, Ottnang, Utzenaich und Vöcklabruck auf den Weg gemacht: Bienenbeauftragte und weitere Vertreter/innen dieser Gemeinden tagten nun in Linz, um sich über die Möglichkeiten bienenfreundlicher Maßnahmen zu informieren: Neben fachlichen Inputs über ökologische Unkrautregulierung und einer Vorstellung der niederösterreichischen Vorbildgemeinde St. Leonhard am Forst, stand das Treffen ganz im Zeichen von Erfahrungsaustausch unter den Gemeinden und Initiativen.

LR Rudi Anschober: „Wenn Boden und Bienen bei der Gemeindeentwicklung mitgedacht werden, werden Lebensbedingungen erhalten bzw. geschaffen. Das wollen wir flächendeckend in ganz OÖ erreichen. Unsere Bienenfreundlichen Gemeinden sind Vorbilder im Einsatz für mehr Vielfalt, und zeigen, dass es auch ohne Umweltgifte geht – sie übernehmen Verantwortung. Ein wichtiger Schritt in Richtung Nachhaltigkeit und Erhalt unserer Lebensgrundlagen auch für die nächsten Generationen. Denn Böden und Bienen bedeuten Leben! Es geht also nicht um die Biene alleine, sondern um Insekten, Schmetterlinge, Singvögel - und den Verlust von Vielfalt und Lebensgrundlagen. Die zwölf bienenfreundlichen oö. Gemeinden sind Pilotgemeinden, viele weitere wollen ihre Erfahrungen und Lösungsansätze übernehmen. Insgesamt haben sich ja bereits 90 oö. Gemeinden zu glyphosatfreien Gemeinden erklärt.“

Gerlinde Larndorfer-Armbruster, Bodenbündnis OÖ: „Die ökologische Pflege von öffentlichen Flächen ist ein wichtiger Baustein auf dem Weg zur bienenfreundlichen Gemeinde: mehr Vielfalt, die vorausschauende Planung und Pflege sowie alternative Methoden ermöglichen einen Verzicht auf Glyphosat und andere chemische Pestizide. Das Bodenbündnis unterstützt die Gemeinden auf diesem Weg.“


Kommentare sind nur für eingeloggte User verfügbar.

Jetzt anmelden


Weitere Beiträge

Betriebsbesichtigung bei Schuhmann in Alkoven

Betriebsbesichtigung bei Schuhmann in Alkoven

ALKOVEN. Die Junge Wirtschaft lädt am Donnerstag, 10. September, 18.30 Uhr zur Betriebsbesichtigung bei der Schuhmann Stahl- und Metallbau GmbH ...

Tips - total regionalKatharina Bocksleitner
Hitze setzt Bächen und Flüssen in den Bezirken Eferding und Grieskirchen zu

Hitze setzt Bächen und Flüssen in den Bezirken Eferding und Grieskirchen zu

EFERDING/GRIESKIRCHEN. Die anhaltende Hitze lässt auch die Wassertemperaturen in den Flüssen und Bächen der Region deutlich ansteigen. Umwelt- ...

Tips - total regionalKatharina Bocksleitner
Dürre setzt Biohof Bernauer in Prambachkirchen zu

Dürre setzt Biohof Bernauer in Prambachkirchen zu

PRAMBACHKIRCHEN. Braune Wiesen, fehlendes Futter und Probleme beim Kartoffelanbau: Die anhaltende Hitze und Trockenheit stellen auch den Biohof ...

Tips - total regionalKatharina Bocksleitner
Neues Schneideratelier für Baby- und Kindermode in Hartkirchen

Neues Schneideratelier für Baby- und Kindermode in Hartkirchen

HARTKIRCHEN. Mit „Nikimo“ hat am Samstag, 18. Juli, ein neues Schneideratelier in Hartkirchen eröffnet. Angeboten wird handgenähte Baby- ...

Tips - total regionalKatharina Bocksleitner
Herkunft von Essiggurken oft nicht erkennbar

Herkunft von Essiggurken oft nicht erkennbar

HARTKIRCHEN. Bei mehr als der Hälfte der überprüften Essiggurkengläser ist die Herkunft der verwendeten Gurken nicht direkt auf dem Etikett ...

Tips - total regionalKatharina Bocksleitner
Sommerkino an der Aschacher Donaupromenade

Sommerkino an der Aschacher Donaupromenade

ASCHACH AN DER DONAU. Die SPÖ Aschach lädt am Samstag, 29. August, zum Sommerkino auf den Maibaumplatz an der Donaupromenade. Gezeigt wird ...

Tips - total regionalKatharina Bocksleitner
Weitere Beiträge