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EIDENBERG. Das längste Skilanglauf-Rennen der Welt bewältigten Anton und Maria Hierschläger aus Eidenberg und Stefan Praher aus Rohrbach. 220 Kilometer und 1600 Höhenmeter legten die drei Sportler beim Ultra-Bewerb in Schweden in zirka 20 Stunden zurück.

  1 / 4   Anton und Maria Hierschläger und Stefan Praher nahmen am längsten Skilanglauf-Rennen der Welt teil. Foto: Stefan Praher

„Es war eine große Herausforderung, aber wir haben es geschafft“, sagt Anton Hierschläger nach dem Abenteuer. „Eine Woche nach dem Lauf sind zwar noch ein paar Muskelverhärtungen und Wehwehchen zu spüren, aber die Freude überwiegt.“ Einfach nur durchkommen war das Ziel der drei beim „Nordenskiöldsloppet in Jokkmokk im schwedischen Lappland.

Einbruch nach 150 Kilometern

19 Stunden, 44 Minuten und 48 Sekunden auf den Langlaufskiern lief Anton Hierschläger über Seen, Berge und durch Wälder. „Nach 150 Kilometer hatte ich einen Einbruch, da ist es mir ziemlich schlecht gegangen und alles hat wehgetan“, erzählt Hierschläger. Aber der ehemalige Hochleistungssportler hat mit solchen Schwierigkeiten gerechnet. „Das ist bei Ultra-Läufen normal, dass man einmal einen Einbruch hat. Man darf nicht an das Gesamtziel denken, sondern muss sich auf Etappenziele konzentrieren, wie die nächste Labstelle oder den nächsten Berg. Zehn Kilometer später ging es dann wieder leichter.“

Neuschnee und eisige Kälte

Auch eine langsame Spur durch viel Neuschnee erschwerte die Bedingungen des Laufes. „In der Nacht wurde es dann auch sehr kalt und auf den Seen gab es fürchterlichen Wind. Da musste man schauen, dass man schnell weiter kommt in den Wald. Sogar die Sieger blieben zwei Stunden hinter der prognostizierten Endzeit“, sagt der pensionierte Polizist. Maria Hierschläger konnte die Strecke in einer Zeit von 21 Stunden und 35 Minuten zurücklegen, Praher schaffte die Distanz in 20 Stunden und 8 Minuten. „Die Gegend war sehr schön, auf den Bergen habe ich auch mal kurz die Aussicht genossen. Dann muss man aber schnell wieder weiter, weil man ja doch eine gute Zeit erreichen will.“

Medaille für alle unter 20 Stunden

Der 63-Jährige ist schon viele Bewerbe und auch Langdistanzen gelaufen. Aber auch für ihn war dieser Lauf eine Herausforderung. Trainiert haben die drei Langläufer viel, großteils auch gemeinsam oder mit anderen aus der Gruppe des Eidenberger Volkslaufteams DNA CC MT Eidenberg (Cross Country Marathonteam). „Sich immer wieder neue Ziele setzen und an seine Grenzen gehen“, das treibt den Nachwuchstrainer und ehemaligen Nationaltrainer der ÖSV-Langläufer an. Anton Hierschläger erhielt auch die PAVA-Lasse Medaille, die alle erhalten, die eine Zeit unter 20 Stunden schaffen.

Nur 209 schafften es ins Ziel

Das Nordenskiöldsloppet fand zum zweiten Mal statt und wurde in Jokkmokk in Schweden ausgetragen. Benannt ist es nach dem Polarforscher Adolf Erik Nordenskiöld. 340 Starter, davon 35 Frauen, aus 16 Nationen nahmen an dem Lauf teil, 209 schafften es ins Ziel.


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