Junge Freiwillige erweitern in Engelhartszell ihren Horizont
ENGELHARTSZELL. Fünf junge Menschen aus Spanien, Russland und der Türkei sind derzeit bei Caritas-invita in Engelhartszell im Einsatz. Sie unterstützen ein Jahr lang die Mitarbeiter und erhalten die Chance, Erfahrungen in der Arbeit mit Menschen mit psychischen Beeinträchtigungen zu sammeln.

Den frischen Schwung, den die vier Frauen und der junge Mann aus ihrer Heimat mitbringen, genießen vor allem die Bewohner am Caritas-Standort. Ermöglicht wird der Einsatz durch das Erasmus+-Programm der EU: „Jugend in Aktion – Europäisches Solidaritätskorps“ (ESK).
Gewinnbringende Herausforderung
Gemma (21) aus Barcelona arbeitet jeden Nachmittag in der „Fähigkeitsorientierten Aktivität“, wo sie bei alltäglichen und beschäftigungfördernden Tätigkeiten hilft und die Bewohner bei ihren Spaziergängen begleitet. Auch Armagan, Dinara, Maria und José arbeiten bei den verschiedenen Förderungs- und Beschäftigungsangeboten oder in Wohngruppen am Standort mit. invita-Leiter August Hinterberger ist begeistert: „Es ist das zweite Mal, dass wir bei invita EU/ESK-Freiwillige haben und es ist für alle Beteiligten wirklich gewinnbringend. Es freut mich, dass wir auf diese Weise Menschen aus anderen Ländern kennenlernen dürfen. Das erweitert unseren Horizont sprachlich, kulturell und zwischenmenschlich. Außerdem fordert es uns auch – besonders sprachlich.“
Deutsch verbessern - Region erkunden
Auch die fünf jungen Menschen im Alter von 21 bis 30 Jahren haben sich in dem Freiwilligenjahr zum Ziel gesetzt, ihr Deutsch zu verbessern. Der pensionierte Lehrer Karl-Heinz Rieger gibt ihnen einmal pro Woche Unterricht. Alle fünf jungen Menschen wohnen am invita-Standort in Engelhartszell. Neben der Freiwilligenarbeit bleibt ihnen natürlich noch genug Zeit, um Österreich und seine Nachbarländer kennenzulernen. „Es gefällt mir sehr gut hier, obwohl es anfangs etwas schwierig für mich war. Hier sind das Essen, das Wetter und die Lebensart anders. Aber es ist gut, weil man lernt, toleranter und flexibler zu sein“, sagt Gemma aus Barcelona.


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