Suche


Weitere Angebote

Sociale Medien

Kontakt

ENGELHARTSZELL/JOCHENSTEIN. Bayerns und Österreichs größter Stromerzeuger aus Wasserkraft führt beim Donaukraftwerk Jochenstein derzeit aufwendige Instandhaltungsarbeiten an der Kaplanturbine Nr. 5 durch.

Die Revisionsarbeiten sollen noch vor Weihnachten abgeschlossen sein. (Foto: EAuinger)
  1 / 5   Die Revisionsarbeiten sollen noch vor Weihnachten abgeschlossen sein. (Foto: EAuinger)

Seit den 1950iger Jahren sind die fünf Kaplanturbinen des Laufkraftwerkes Jochenstein in Betrieb. Alle neun Jahre werden sie gewartet. Heuer ist die Turbine 5 dran. Doch zuvor mussten wichtige Vorbereitungen getroffen werden, um die Maschine zugänglich machen zu können.

Schwerarbeit unter Wasser

Eine ganze Woche lang waren Taucher damit beschäftigt, Sand, Geröll und Holz am Grund der Donau in 18 Metern Tiefe vor dem Einlaufrechen zu entfernen. Diesmal verlegten besonders viele Sedimente den unteren Bereich des Einlaufrechens, sogar ein vier Meter langer Baumstamm musste mit dem Portalkran herausgehoben werden. Die Arbeit ist nicht ohne – sehr gefährlich unter Wasser und eine Schmutzarbeit, die Fingerspitzengefühl erfordert. „Die Reinigung der Sohle vor dem Einlaufrechen ist notwendig, damit wir die tonnenschweren Dammbalken optimal setzen können. Eine saubere Sohle bedeutet optimale Dichtung durch die Dammbalken. Dann kann die Turbine trockengelegt und mit den Revisionsarbeiten begonnen werden“, informiert Revisionsmeister Albert Weishäupl vom Donaukraftwerk Jochenstein.

Vitalkur für die Kaplanturbine

Jetzt werden die Turbine samt Generator und Rotor auf ihre Funktion hin überprüft und Gebrauchsspuren ausgebessert. Das heißt, die Laufradschaufeln, der Leitapparat, elek-trohydraulische Anlagenkomponenten und der Generator im Krafthaus werden von den Kraftwerksmitarbeitern untersucht und saniert. „Zusätzlich bei dieser Revision werden wir auch den rechten Einlaufrechen auswechseln, der seit 1956 die Turbine 5 vor groben Sedimenten, Baumstämmen, Steinen schützt. Die linke Seite wurde bereits bei der Revision 2012 gewechselt“, erzählt Weishäupl. Ein Riesenunterfangen, zumal dieser Einlaufrechen 18 Meter hoch und zwölf Meter breit ist. Vor Weihnachten sollen die umfassenden Instandhaltungsarbeiten abgeschlossen sein und die Turbine wieder ihrer eigentlichen Aufgabe übergeben werden. Ab Januar 2020 folgt noch die Revision der Schifffahrtsschleusenkammer Süd.


Kommentare sind nur für eingeloggte User verfügbar.

Jetzt anmelden


Weitere Beiträge

Lukas Restaurant feiert Wiedereröffnung nach Umbau

Lukas Restaurant feiert Wiedereröffnung nach Umbau

SCHÄRDING. Zehn Jahre nach der Eröffnung hat das Lukas Restaurant in Schärding sein Konzept weiterentwickelt und seinen Gastraum neu gestaltet. ...

Tips - total regionalTheresa Senzenberger
Bundeskanzler Stocker zu Gast beim ÖVP-Sommerfest in Sigharting

Bundeskanzler Stocker zu Gast beim ÖVP-Sommerfest in Sigharting

SIGHARTING. Mehr als 200 Funktionäre, Gemeindevertreter und Mitglieder der ÖVP aus dem Bezirk Schärding kamen zum diesjährigen Sommerfest ...

Tips - total regionalSabrina Antlinger
Guschlbauer in St. Willibald erzielt 20 Prozent Exportplus

Guschlbauer in St. Willibald erzielt 20 Prozent Exportplus

ST. WILLIBALD. Der deutsche Botschafter in Österreich, Vito Cecere, nutzte gemeinsam mit seiner Ehefrau Bettina Bundszus die Gelegenheit, die ...

Tips - total regionalRosina Pixner
Kriegener Straße in Enzenkirchen wird um 200.000 Euro saniert

Kriegener Straße in Enzenkirchen wird um 200.000 Euro saniert

ENZENKIRCHEN. Die L1136 Kriegener Straße im Gemeindegebiet von Enzenkirchen wird im Herbst auf einer Länge von rund 1,4 Kilometern saniert. ...

Tips - total regionalTheresa Senzenberger
Stadt Schärding gibt Entwarnung bei Trinkwasserversorgung

Stadt Schärding gibt Entwarnung bei Trinkwasserversorgung

SCHÄRDING. Die langanhaltende Trockenheit sorgte bei vielen Schärdingern für Fragen zur Trinkwasserversorgung. Laut Bürgermeister Günter ...

Tips - total regionalTheresa Senzenberger
20 Jahre Partnerschaft: Taufkirchen vergab Ehrennadeln an Wegbegleiter aus Spitz

20 Jahre Partnerschaft: Taufkirchen vergab Ehrennadeln an Wegbegleiter aus Spitz

TAUFKIRCHEN/PRAM. Seit 20 Jahren verbindet die Marktgemeinden Spitz an der Donau und Taufkirchen an der Pram eine lebendige Partnerschaft. Das ...

Tips - total regionalTheresa Senzenberger
Weitere Beiträge