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ENGERWITZDORF. Als in den letzten April- und den ersten Maitagen 1945 das Kriegsende nur mehr eine Frage von wenigen Tagen war, fielen noch viele Landsleute dem Terror und der Blutjustiz der Nationalsozialisten zum Opfer.

Gemeinderat Thomas Frisch, Gemeinderätin Andrea Seyer-Neulinger, Vizebürgermeister Mario Moser-Luger (Mitglied Mauthausenkomitee Gallneukirchen), und Fraktionsobmann Horst Mandl Foto: SPÖ

So wurden noch am 28. April und 1. Mai 1945 – wenige Tage, bevor die amerikanischen Truppen in Linz einmarschierten – 18 Oberösterreicher erschossen, die die Zerstörung ihres Heimatortes durch sinnlosen Widerstand gegen den herannahenden Feind verhindern wollten.

Ein Mahnmal aus Granit

Es waren Bürger der Gemeinden Peilstein, Freistadt, Linz und Steyr, die unter den Kugeln eines Hinrichtungskommandos am Truppenübungsplatz Treffling ihr Leben lassen mussten. Zum 45. Jahrestag dieser Hinrichtungen hat die Gemeinde Engerwitzdorf im Mai 1990 auf Antrag des damaligen SPÖ Gemeindevorstands-Mitglieds Johann Seyer in der Nähe der Hinrichtungsstätte, an der Straße nach Lachstatt, ein Mahnmal errichten lassen. Für den Entwurf wurde der Linzer Künstler Heimrad Bäcker gewonnen, der seine Arbeit kostenlos leistete. Das Mahnmal besteht aus einem 1.200 Kilo schweren Granitblock. Hinter dem Stein sind in einem Halbkreis stählerne Widmungstafel aus Voest-Stahl mit den Namen der Exekutierten angeordnet. Die SPÖ Gemeinderäte Thomas Frisch, Andrea Seyer-Neulinger, Vizebürgermeister Mario Moser-Luger und Fraktionsobmann Horst Mandl legten beim Mahnmal zum 75-jährigen Gedenken der 18 Opfer nun Blumen nieder und zündeten für die Opfer eine Kerze an. 


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