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ENNS. Bei einem Festakt an der Heeresunteroffiziersakademie erhielten die Teilnehmer des Lehrgangs „Militärische Führung 2“ vom Akademiekommandanten Brigadier Nikolaus Egger ihr Lehrgangsabzeichen verliehen.

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Insgesamt nahmen 177 Soldaten, darunter elf Frauen, das Abzeichen entgegen. Brigadier Egger gratulierte zur Wahl von Stabsfeldwebel Karl Bund als Vorbild und Namensgeber. „Halten sie das Andenken an ihren Namensgeber in Ehren“, ermutigte Egger die Soldaten.

Der Namensgeber

Stabsfeldwebel Karl BundIn seiner Laudatio schilderte der Direktor des Heeresgeschichtlichen Museums, Christian Ortner, den militärischen Hintergrund des Namensgebers. Stabsfeldwebel Karl Bund ging bereits 1914 als Angehöriger des k.u.k. Infanterieregimentes Nr. 47 an die Front gegen Russland nach Galizien und wurde dort mit der Silbernen Tapferkeitsmedaille 2. Klasse ausgezeichnet.

Nach seiner Ausbildung zum Stabsunteroffizier wurde Bund als Zugskommandant in der 2. Feldkompanie an der Südfront gegen Italien eingesetzt. Bei einer Aufklärungspatrouille im Waldgebiet des Bosco di Pasolaro hat er sich wieder durch seine Tapferkeit ausgezeichnet. Mit nur zwölf Mann gelang es ihm, erfolgreich eine Übermacht von 94 Italienern zu überwältigen und wichtiges Kartenmaterial zu erbeuten. Dies war schließlich auch der Anlass für die anschließende Verleihung der Goldenen Tapferkeitsmedaille am 13. Juni 1916 Bund verstarb am 1. Mai 1940, von Krankheit und Entbehrungen gezeichnet, mit erst 49 Jahren in Radkersburg.

Im Anschluss an den Festakt fand unter strahlend blauem Himmel das gut besuchte Sommerfest der HUAk statt. Die gute Stimmung hielt noch bis in die späten Abendstunden an.


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