Kommentar: Hühnermastfarm
ENNS. Kommentar zum Artikel: Aufregung um Mastfarm in St. Valentin: Anrainer wenig begeistert

Wenn es um Tierquälerei geht, und nichts anderes ist eine Hühnermastfarm, auch wenn es für viele Menschen normal geworden ist, Tiere auf engstem Raum zusammenzupferchen und so sehr zu überfüttern, dass oft das Stehen auf den eigenen Beinen nicht mehr möglich ist, müssten eigentlich bei jedem halbwegs empathischen Menschen die Alarmglocken schrillen.
Auf Kosten der Tiere
Es ist ein menschliches Armutszeugnis, Tiere, aufgrund des daraus resultierenden Profits, zu quälen und in weiterer Folge sterben zu lassen. Doch ist die Schizophrenie groß im Lande. Während sich nämlich der Großteil der Bevölkerung nach Bekanntwerden der Tierversuche an Affen in Bezug auf die Automobilindustrie entrüstet zeigte, werden im selben Atemzug Kosmetikprodukte im Gesicht verschmiert, die ebenso, und zwar schon seit vielen Jahren, an Affen und vielen anderen Tiere getestet werden.
Nachfrage reguliert Markt
Das Traurige dabei ist, dass sich nur wenig an dieser Situation ändern wird, solange diese Produkte gekauft werden. In letzter Konsequenz sind es nämlich die Verbraucher, die die Nachfrage erst ermöglichen, indem sie, um auf die Hühnermastfarm zurückzukommen, billigstes Fleisch kaufen, das im „besten“ Fall noch mit Medikamenten versetzt ist, weil die Hühner aufgrund der schlimmen Zustände ansonsten gar nicht überleben würden.
Gesetze
Und was die Gesetze an sich angeht: anstelle darüber zu diskutieren, ob man die Geschwindigkeit auf Österreichs Autobahnen von 130 auf 140 km/h erhöhen sollte, nur um die Bevölkerung davon abzulenken, dass zahlreiche Wahlversprechen nun doch nicht so einfach umsetzbar sind, wäre es vielleicht einmal an der Zeit sich darüber Gedanken zu machen, wie fortschrittlich es ist, aus Profitgier Tiere zu züchten, nur um sie, nach einem Leben voller Qualen, zu schlachten, ehe der Kreislauf wieder von vorne beginnt.


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