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ENNS. Vor fast genau 20 Jahren – am 1. April 1998 – war es Österreichischen Staatsbürgerinnen erstmals möglich, den Beruf einer Militärperson in allen Waffengattungen auszuüben.

Was damals von vielen eher als Aprilscherz wahrgenommen wurde, sahen elf mutige Frauen grundlegend anders: Das Österreichische Bundesheer war nun nämlich um jene elf Frauen reicher, die sich für diesen – für damalige Verhältnisse – äußerst ungewöhnlichen Berufswunsch entschieden haben und somit zu Pionierinnen des Österreichischen Bundesheeres wurden. Im Jahr 2012 waren es bereits 350 und im Jahr 2018 genau 612 Frauen, die ihren Dienst beim Österreichischen Bundesheer versehen.

Festempfang

Im Rahmen eines feierlichen Empfangs an der Heeresunteroffiziersakademie (HUAk) gestern (4. April) in Enns, wurde die Wichtigkeit der Frauen beim Bundesheer hervorgehoben. „Es wurde in Österreich vor 20 Jahren die richtige Entscheidung getroffen, davon bin ich überzeugt“, sagt etwa der Kommandant der HUAk Brigadier Nikolaus Egger. Und auch der Bundesminister für Landesverteidigung Mario Kunasek (FPÖ) zollte den Damen per Videobotschaft Respekt. „Frauen in Uniform sind schon lange nichts Exotisches mehr, sondern eine Selbstverständlichkeit“, betonte der Minister.

Ausbildung

Im Jahr 2017 wurde die „Kaderanwärterinnenausbildung neu“ eingeführt, die auf einer gender- und menschengerechten Grundlage aufbaut. Es wird also verstärkt auf die unterschiedlichen Lerntypen eingegangen. Das Lehrpersonal erhält dazu spezifische Schulungen, um den Bedarf der Lernenden gut zu erkennen und die jeweiligen geeigneten Methoden zur Lernzielerreichung auszuwählen. Zwar sei man noch lange nicht am Ziel angelangt, was den Frauenanteil beim Österreichischen Bundesheer betrifft, wie Brigadier Egger mitteilte, der Trend gehe aber auf alle Fälle in die richtige Richtung.


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