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ENNS. Nach „Das Mädl aus der Vorstadt“ und „Der verreckte Hof“ steckt das Theater im Hof mitten in den Vorbereitungen zum neuen Stück „Der Held aus dem Westen“, das vom 6. Juli bis zum 4. August im Innenhof des Florianer Freihauses zu sehen sein wird.

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Wie schon in den vergangenen beiden Spielzeiten wird auch in der Saison 2018 der wunderbare Innenhof des ehemaligen Florianer Freihauses Kulisse und Spielort für ein ganz besonderes Sommertheater-Erlebnis sein. Mit „Der Held aus dem Westen“ zieht die raue Irische See in das Theater im Hof ein.

In Oberösterreichische übersetz

Mit einer eigens angefertigten Neuübersetzung in oberösterreichischer Umgangssprache setzen die Akteure mit dem Klassiker des Iren John Millington Synge ihre kleine Tradition des „Schauspiels mit Musik“ fort. Rotzfrech, wortgewaltig, tiefgründig und umwerfend komisch wird im „Helden“ die Legende eines Vatermörders erzählt (und humorvoll demontiert). „Mit dem Mut aus den beiden fulminanten letzten Spielzeiten legen wir uns dieses Jahr mehr denn je für Sie ins Zeug, der rauen See zum Trotz. Freuen Sie sich auf einen wilden, lustigen, irischen und wie üblich sehr musikalischen Abend“, zeigt sich Intendant Christian Himmelbauer  motiviert.

Das Stück

Irgendwo im Nirgendwo im County Mayo an der Westküste Irlands: An einem dunklen Herbstabend steht plötzlich ein dreckiger, abgekämpfter, junger Mann in der Wirtsstube von Michael James Flaherty. Christy Mahon – so heißt der Fremde – hat einen langen Weg hinter sich und ist auf der Flucht vor den Hütern des Gesetzes.

Vatermörder

Alle sind fasziniert von dem geheimnisvollen Neuankömmling, der schließlich mit seiner Geschichte herausrückt: Er hat seinen Vater mit einem Torfstecher erschlagen. Die Anwesenheit des verruchten fremden Mannes macht schnell die Runde und man ist angetan von dem sympathisch, zunächst fast schüchtern wirkenden Vatermörder und seiner verwegenen Geschichte.

Verherter Held

Es beginnt ein regelrechtes Werben um die Gunst des Helden, zwischen Christy und der Wirtstochter Pegeen entspinnt sich eine zarte Liebesgeschichte. Christy gewinnt durch die ungewohnte Aufmerksamkeit laufend an Selbstvertrauen und wächst bei einem Wettkampf im Dorf förmlich über sich hinaus.

Vater kehrt zurück

Aus dem Worthelden wird ein echter Gewinner. Doch halt. Klopft da jemand? Herein kommt der alte Mahon, Christys Vater. Mit einer beachtlichen Wunde am Kopf zwar, aber ansonsten quicklebendig. Schnell schlägt die Stimmung um im Ort und der Held gerät in seinem Heldentum ordentlich unter Druck.

Komödie mit Musik in drei Akten

Der Held aus dem Westen ist nicht nur eine wunderbare Parabel über die Konfrontation der Legende mit der Wirklichkeit und über die Macht der Worte und Geschichten, sondern auch eine rotzfreche Mischung aus Krimi, Komödie, Liebesgeschichte und Generationenstück. Synges Meisterwerk erzählt die Legende vom Vatermörder in bilderreicher Sprache und mit wunderbar schrägem Humor. Das Theater im Hof Enns hat die vom Musiker Synge angelegten musikalischen Momente aufgegriffen und erweitert und macht das Stück in eigener Übersetzung zur „Komödie mit Musik in drei Akten“.

Hauptbesetzung

Die Hauptakteure des Stücks sind Sophie Berger (die Wirtstochter) - bekannt aus Servus TV „Basteln mit mir“ - und Adrian Stowasser, der Held selbst. „Ziemlich geil“, nennt Sophie Berger ihre Rolle, „weil es Spaß macht, eine so rotzige und cholerische Figur zu spielen, die sich auch dort kratzt, wo es sie juckt.“ Insgesamt stehen elf Akteure auf der Bühne, die das Stück zu dem machen, was es ist: nämlich die Fortsetzung einer Erfolgsstory, die 3000 Besucher in die insgesamt 15 restlos ausverkauften Vorstellungen lockte.


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