Hotelier Wolfgang Brunner: „Wir fangen jetzt wieder bei null an“

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Thomas Lettner Thomas Lettner, Tips Redaktion, 01.06.2020 09:11 Uhr

REGION. Seit Freitag dürfen Hotels unter Auflagen wieder Gäste aller Art empfangen. Die Anzahl der Zimmerbuchungen ist derzeit allerdings noch überschaubar. 

Das Hotel Post in St. Valentin musste aufgrund der Corona-Krise starke, sogar existenzbedrohende Umsatzeinbußen hinnehmen. Das Geschäft lief nach der Öffnung in der Gastronomie bisher eher schleppend an. „Dabei ist der Mai sonst der beste Monat. Man sieht, dass viele Menschen noch Angst haben“, sagt Besitzer Franz Rogl, der auf weitere Lockerungen bei Veranstaltungen hofft. Auch die Hotellerie kommt nur langsam in die Gänge. Von den 44 Zimmern sind nur wenige reserviert, da viele Buchungen von Touristen und Arbeitern aus dem Ausland ausbleiben. Die Mitarbeiter wurden teilweise in Kurzarbeit geschickt oder mit Wiedereinstellungszusage gekündigt. Zur Unterstützung beantragte Rogl einen Überbrückungskredit und den Härtefallfonds 2.

Hotelzimmer sind leer

„Wir sind gut über die Corona-Zeit gekommen. Auch mit dem Restaurantbetrieb kann man zufrieden sein“, sagt Rudolf Koppler vom Landgasthof Kanne in St. Florian. Nächtigungen gibt es derzeit keine. Die 18 Hotelzimmer bleiben leer. „Wir sind aber zuversichtlich, dass sich das wieder ändern wird“, so Koppler. Die Mitarbeiter wurden teilweise in Kurzarbeit geschickt, einige wurden gekündigt.

Verlierer sind die Stadthotels

Das Gasthof-Hotel „Zum Goldenen Schiff“ hat 27 Fremdenzimmer. Seit dem Lockdown ging es mit den Buchungen rasant nach unten. Bis Mitte August wurden alle Reservierungen storniert, weil die Touristen ausbleiben und sämtliche Sportveranstaltungen und Hochzeiten bis zum September abgesagt wurden. „Während der Corona-Zeit gab es kaum Hotelgäste. Wir fangen jetzt wieder bei null an“, sagt Inhaber Wolfgang Brunner. Da der Urlaub in Österreich beworben wird, zählt Brunner die Seen- und Berghotels zu den großen Gewinnern, die Stadthotels jedoch zu den Verlierern. Bezüglich der Förderungen habe der Bund das Beste aus der Lage gemacht. „Es wurde aber schlecht kommuniziert, dass die Hotels nur für Touristen, nicht aber für Businessgäste gesperrt waren“, kritisiert Brunner, der zuversichtlich ist, dass er bald wieder die Hälfte seiner Zimmer vermieten wird.

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