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ENNS. Franz Peterseil vulgo „Murauer“ starb am 5. Oktober 1945 – mehrere Monate nach Kriegsende – durch gezielte Schüsse eines russischen Soldaten, als er zwei Kriegs-Heimkehrer mit seiner Zille von Enns nach Langenstein überführte.

Beim Gedenkstein wurde dem späten Kriegsopfer Franz Peterseil gedacht. Foto: Museumverein Enns
Beim Gedenkstein wurde dem späten Kriegsopfer Franz Peterseil gedacht. Foto: Museumverein Enns

Auf Initiative des Ennser Ehrenbürgers Gottfried Kneifel legten die Fährleute der Donau-Radfähre Ennsegg beim Gedenkstein am Donauradweg in Enns-Enghagen einen Kranz nieder. „Man kann den Tod Franz Peterseils durchaus als Tod für die Freiheit Österreichs bezeichnen“, sagte Kneifel, der in seiner Ansprache vieles über die Geschichte an der Donau zu berichten wusste. „Peterseil war ein spätes Kriegsopfer, das für seinen Dienst an zwei U-Boot-Soldaten aus Langenstein, Ludwig Plank und Herbert Körner, die er nach ihrer Kriegsheimkehr von Enns nach Langenstein überführte, sterben musste.“ Das sei ein Zeichen dafür, dass die Demokratie keine Selbstverständlichkeit ist, sondern eine Aufgabe, an der es kontinuierlich zu arbeiten gilt.


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