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ENNS. Weitum bekannt ist das Klavierhaus Weinberger in der Brucknerstraße. Wenige wissen jedoch, dass Geschäftsführer Bruno Weinberger seit 28 Jahren auch eine eigene Klavierfachzeitschrift produziert. Nun wurde deren 100. Ausgabe herausgegeben.

Bruno Weinberger mit der 100. Ausgabe seiner Fachzeitschrift. (Foto: privat)
Bruno Weinberger mit der 100. Ausgabe seiner Fachzeitschrift. (Foto: privat)

Das Magazin liegt in allen Musikschulen des Landes auf und hat unter Klavierfreunden Abonnenten im gesamten deutschsprachigen Raum. Fachleute der Musikbranche schätzen an der Zeitschrift, dass sie fundierte Informationen und spannende Reportagen enthält.

Letzte Interviews mit Musik-Größen von Weltrang

So erschien etwa das letzte Interview in Österreich, Deutschland und der Schweiz mit Jazz-Legende George Duke im Magazin „Der Weinberger“. Gleiches gilt für Musiker von Weltrang wie Joe Zawinul, Dave Brubeck und Paul Badura-Skoda. Sie alle standen dem Ennser Bruno Weinberger Rede und Antwort, bevor ihre Stimmen für immer verstummten. In beeindruckender Form dokumentieren die 100 „Weinberger“-Ausgaben auch die musikalische Zeitgeschichte (speziell des Landes Oberösterreich) der letzten 28 Jahre.

Bau des Linzer Musiktheaters von Anfang an dokumentiert

„Wir haben mit unserem Fachmagazin den Bau des Linzer Musiktheaters ebenso von Anfang an mitbegleitet wie die Errichtung der Bruckner Uni“, sagt Bruno Weinberger. Das Gesamtkonvolut der „Weinberger“-Ausgaben steht jedoch auch für eine dokumentarische Erfassung der Geschichte von großen Klavierfirmen wie Bösendorfer, Yamaha, Sauter, Petrof oder Pfeiffer, die das Klavierhaus Weinberger vertritt. „Alle Leiter dieser Klavierhersteller gaben mir Interviews“, erinnert sich Bruno Weinberger. Stolz macht ihn, dass dem „Weinberger“ nie der Ruf eines Werbemagazins anhaftete, sondern sein Produkt von Anfang an als Fachzeitschrift wahr- und angenommen wurde. „Man muss bedenken, dass mein Magazin in einer Zeit auf den Markt kam, in der man noch nicht auf das Internet als Recherchequelle zurückgriff. Es war damals für die Leser gar nicht so einfach, an fachspezifische Informationen aus der Klavierbranche zu kommen“, so Bruno Weinberger.

Viele aufgehende Sterne der Branche begleitet

Mit großer Freude erfüllt ihn rückblickend auch, dass er viele aufgehende Sterne unter den Pianistinnen und Pianisten von Anfang an begleiten durfte. Einerseits als Chefredakteur und Herausgeber seines Magazins, in dem er regelmäßig über Nachwuchstalente berichtet. Andererseits als Inhaber seines Klaviergeschäftes, in welchem er Familien, deren Kinder noch im Musikschulalter waren, Klaviere verkaufen und später deren Aufstieg miterleben durfte.


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