Welttag der Anerkennung Freiwilliger: Dank an Erwin Kepic
ENNS. Wer sich freiwillig engagiert, bereichert die Gesellschaft. Heute, 20. April, zum Welttag der Anerkennung Freiwilliger werden besonders Engagierte vor den Vorhang geholt, so etwa Erwin Kepic. Seit 2023 engagiert er sich bei der „Krisenintervention“ des OÖ Roten Kreues in der Ortsstelle Enns. Er und die vielen Freiwilligen im OÖ Roten Kreuz sind wesentlicher Teil einer solidarischen Zivilgesellschaft, die systemrelevante Hilfe nachhaltig sicherstellt.

„Durch meinen früheren Beruf als Polizeibeamter hatte ich viel beruflichen Kontakt mit dem Kriseninterventionsteam des Roten Kreuzes. Durch die Mitarbeiter wurde mein Interesse geweckt und so bin ich nach meiner Pensionierung Mitarbeiter bei der Krisenintervention geworden. Ich bin sehr gerne bei der Krisenintervention und in diesem tollen, professionellen Team erhalte ich die Art von Unterstützung und notwendige Ausbildung, die ich für meine Einsätze zur Unterstützung und Stabilisierung der betroffenen Personen brauche“, beschreibt Kepic seine Motivation für die Tätigkeit in der Ortsstelle Enns. Die Kriseninterventionsteams des Roten Kreuzes leisten psychosoziale Erste-Hilfe. Diese ist oft in besonderen Notfällen nötig und wird am Einsatzort geleistet.
Mensch im Zentrum des Handelns
„Nur, wenn wir füreinander da sind, geht es uns allen besser. Wer sich freiwillig engagiert, stellt Menschen in den Mittelpunkt“, meint OÖ Rotkreuz-Präsident Walter Aichinger. Er nimmt den Welttag der Anerkennung Freiwilliger zum Anlass, sich bei allen Menschen zu bedanken, die sich in die Gesellschaft einbringen. Statistiken zeigen: Das Bild der Hilfe ändert sich mit den gesellschaftlichen Anforderungen und Hilfsorganisationen wie das OÖ Rote Kreuz werden immer mehr gebraucht.
Bildung und Chancengerechtigkeit grundlegende Ressourcen der Zukunft
Ein Beispiel ist der Bildungsbereich, in dem sich das OÖ Rote Kreuz seit 2018 mit freiwilligen Lese- und Lerncoachs engagiert. Rund 400 Freiwillige sind an mittlerweile 194 Schulstandorten in enger Abstimmung mit Lehrern und Eltern aktiv, um jungen Menschen zu helfen. „Hier gibt es weiter Potenzial“, weiß Walter Aichinger. Er erinnert an die jüngste Pisa-Studie, wonach das individuelle Abschneiden von Schülern nach wie vor von Bildung, Herkunft und Einkommen der Eltern abhängig ist. „Das schadet auch unserer Gesellschaft. Der branchenübergreifende Fachkräftemangel ist nur ein Symptom von vielen“, so Aichinger. Um die Chancengerechtigkeit voranzutreiben, braucht es wirksame Bildungsinitiativen außerhalb des herkömmlichen Schulsystems. Das OÖ Rote Kreuz sucht deshalb freiwillige Lese- und Lerncoachs.
Die passende Jacke für jeden
Sechs von zehn Oberösterreichern engagieren sich freiwillig – 23.900 davon im OÖ Roten Kreuz. Sie finden Sinn und Spaß im Leben, sammeln wertvolle Erfahrungen, schließen neue Freundschaften und fühlen sich als wertvoller Teil einer lebendigen Gemeinschaft. Freiwillige kommen aus allen Teilen der Bevölkerung, sichern ein engmaschiges Hilfe-Netzwerk und ermöglichen Leistungen, die es sonst nicht gäbe. „Egal, ob im Jugendrotkreuz, im Rettungsdienst, in der Hilfe für armutsgefährdete Menschen in einem der Rotkreuz-Märkte, bei Essen auf Rädern, im Besuchsdienst, im Hospizbereich und im Engagement für Bildungs- und Chancengerechtigkeit – wir haben die passende Jacke für jeden“, sagt OÖ Rotkreuz-Präsident Walter Aichinger.


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