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ENNS. Bereits seit einigen Monaten gilt in einigen zusätzlichen Straßen in Enns eine 30 km/h-Geschwindigkeitsbeschränkung, die allerdings von vielen Verkehrsteilnehmern noch nicht wahrgenommen oder ignoriert wird.

Schlimm war das Ergebnis bei der neu sanierten Westbahnstraße vor dem Gesundheitszentrum, wo in der 30er–Zone Durchschnittsgeschwindigkeiten von 65 km/h und Maximalgeschwindigkeiten von 115 km/h gemessen wurden. Dort befindet sich nicht nur das Gesundheitszentrum, sondern auch eine Mittelschule und das Kinderhaus.

75 Prozent Zitronen

Anlass genug für Verkehrsreferent Vizebürgermeister Manfred Voglsam, gemeinsam mit der zuständigen Mitarbeiterin Bettina Hemm vom Stadtamt und zwei Polizisten von der PI Enns eine Verkehrskontrolle an der Westbahnstraße vorzunehmen. Hauptdarsteller waren aber die Schüler der Klasse 1A der neuen Mittelschule Maria Anger, denen die Aufgabe zukam, die Autofahrer je nach Geschwindigkeit entweder mit einem Apfel zu belohnen oder für überhöhte Geschwindigkeiten mit einer Zitrone zu „bestrafen“. Allzu schnelle mussten aber von der Exekutive auch mit einem Organmandat bestraft werden. Ergebnis: es wurden zirka 75 Prozent Zitronen und nur 25 Prozent Äpfel verbraucht.

Stärkere Überwachung

Für Vizebürgermeister Voglsam war die Aktion ein kleiner Beitrag zur Verkehrssicherheit: „Für die Kinder war es ein Riesenspaß, der Hintergrund ist aber ein ernster: Durchschnittsgeschwindigkeiten, die mehr als doppelt so hoch sind als erlaubt, sind keine Kavaliersdelikte. Die 30er-Zonen werden künftig stärker überwacht, damit die Bewusstseinsbildung bei den Verkehrsteilnehmern gefördert wird!“


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