"Tipsi" im Interview mit dem britischen "Birdgirl" über die Wintervogelzählung
REGION. Im Interview mit dem 18-Jährigen britischen „Birdgirl“ Mya-Rose Craig spricht „Tipsi“ über ihre große Leidenschaft, die Vögel. Außerdem verrät sie, warum sie die Aktion „Stunde der Wintervögel“ für wichtig hält und warum viel mehr Kinder und Jugendliche daran teilnehmen sollten.

Tipsi: Von 8. bis 10. Jänner startet die Wintervogelzählung. Mit 17 warst du der jüngste Mensch, der die Hälfte aller Vogelarten gesehen hat (unglaubliche 5.369 Arten) und du hast als 18-jährige Ornithologin schon einen Ehrendoktor in Naturwissenschaften. Wann wurde bei dir das Interesse für die Vogelwelt geweckt?
BirdGirl: Hallo Tipsi. Bereits als ich neun Tage alt war, nahmen mich meine Eltern mit, um einen bei uns seltenen Vogel, den Turmfalken, auf Scilly Island zu beobachten. Mit sechs Jahren versuchten wir so viele Vogelarten wie möglich in einem Jahr zu sehen. Ich habe mein ganzes Leben lang Vögel beobachtet.
Tipsi:Stichwort Wintervogelzählung: Wieso sollten Kinder und Jugendliche Vögel und die Natur beobachten? Was ist so faszinierend daran?
BirdGirl: Ich liebe die Natur und Tierwelt, aber Vögel sind meine Leidenschaft, vielleicht weil sie so klein sind und so lange Strecken fliegen können. Unsere Großeltern lebten noch in natürlichen Gegenden. Wir sollten uns wieder mit der Schönheit der Natur verbinden, wir sind Teil von ihr selbst und ohne diese Verbindung leidet unsere geistige Gesundheit und unser Wohlbefinden.
Tipsi:Du hast auch klein angefangen. Die Wintervogelzählung ist eine gute Gelegenheit, um sich mit der Natur zu beschäftigen. Was machst du aktuell, um die Welt zu verbessern, gegen Klimawandel und Artensterben?
BirdGirl: Ich habe Black2Nature gegründet, um auch Jugendlichen in Afrika und Asien den Zugang zur Natur zu ermöglichen. Meine Mutter stammt aus Bangladesch, dem Land, das am stärksten vom Klimawandel betroffen sein wird. So schreibe ich auch zwei Bücher, ein illustriertes Buch für Kinder, in dem die Arbeit junger Umweltschützer auf der ganzen Welt vorgestellt wird, und eines über meine Familie, unsere Liebe zu den Vögeln, über Vogelbeobachtung in Bangladesch und dortige Naturschutzprojekte. Es ist wichtig, für die Natur, die Umwelt und unsere Erde zu kämpfen, am besten dort, wo die Familie wohnt oder herstammt.


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