Vorgestellt: „Tipsi“ holt den kleinen Steinkauz vor den Vorhang
REGION ENNS. Tipsi präsentiert im Monat August ein Schutzprojekt für den koboldigen Steinkauz.

Hierzulande war der kleine Kobold namens Steinkauz, mit 21 bis 23 Zentimetern Größe einer der kleinsten Eulenvögel, ausgestorben. Kein Platz für den Liebling der griechischen Göttin der Weisheit Pallas Athene (nur auf griechischen 1-Euro-Münzen). Seit 2020 brütet der Steinkauz wieder in der Tips Enns Region. Im westlichen Mostviertel setzt sich Karl Huber für ihn ein, im Traunviertel ist Helmut Steiner aktiv. Rund 20 mardersichere Nistkästen sind im Einsatz mit ersten zarten Bruterfolgen. Die zwei weisen Köpfe wissen, dass es vor allem am Fehlen von Uhu und Habicht lag, dass es der Steinkauz hier nicht mehr lebenswert fand. Unlogisch? Nein, Uhu und Habicht regulieren den Waldkauz, den größten Fressfeind des Steinkauzes, sie sind seine Lebensversicherung. Eulen- und Greifvögel sowie Raubsäuger sind entgegen landläufiger Meinung überregional wichtige Lebensraumfaktoren für die Artenvielfalt. Gibt‘s für die Großen keinen Lebensraum mehr – und die Landschaft ist ausgeräumt, Wälder werden filetiert, Wiesen werden weniger und sind überdüngt, dazu die Zunahme des Straßenverkehrs – wird der Waldkauz zu stark und der Steinkauz gibt klein bei. In Siedlungsnähe ist außerdem der Steinmarder eine Gefahr für ihn. Wer Eulen nach Athen tragen möchte, zur erfolgreichen Wiederansiedlung des Steinkauzes beitragen will, findet im Kasten Wissenswertes dazu. Fortsetzung folgt.
- Ein passendes Steinkauzrevier sollte mindestens einen halben Hektar groß sein (Streuobstwiese, Weide, ungedüngt, extensiv genutzt als Mähwiese) und ca. 1 Kilometer Abstand zu Wald (wegen dem Waldkauz) und stark befahrenen Straßen haben. Haben Sie, Landwirt, Jäger, Privater, ein passendes Biotop? Bewerbungen mit Beschreibung des Lebensraumes bitte an redaktion-enns@tips.at mit dem Kennwort Steinkauz senden.
- Sichtungen im westlichen Mostviertel bitte an Karl Huber melden. (karl.huber@posteo.at)
- Sichtungen im Traunviertel bitte an Helmut Steiner melden. (wfm.steiner@gmail.com)


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