Hofkirchner gewinnt den OÖ Umweltlandespreis 2021
HOFKIRCHEN. Auf der Suche nach zukunftsfähigen Klima-Ideen schrieb das Land Oberösterreich den Umweltlandespreis 2021 erstmals als Klima-Challenge aus. Dieser Einladung sind zahlreiche Pioniere gefolgt.

Landesrat Stefan Kaineder (Die Grünen) gratulierte den Gewinnern persönlich im Rahmen der Preisverleihung in den Redoutensälen in Linz: „Oberösterreichs Umweltpolitik lebt ganz stark vom Engagement vieler Bürgerinnen und Bürger, vieler Pionierinnen und Pioniere, vieler Vorreiterinnen und Vorreiter. Mit dem Landespreis für Umwelt und Nachhaltigkeit und der Klima-Challenge holen wir diese Vorreiterinnen und Vorreiter vor den Vorhang, bestärken sie in ihrem Engagement und fordern viele dazu auf, hier weiterzuarbeiten. Mit der Klimakrise steht uns die größte Herausforderung in der Menschheitsgeschichte bevor. Wir brauchen daher Innovationsgeist und Pionierarbeit auf allen Ebenen, um diese riesige Herausforderung zu meistern. Insgesamt gab es mehr als 60 tolle Einreichungen, von denen nun die fünf besten prämiert wurden. Die Gewinner des Landespreises spiegeln die große Vielfalt an Innovationen in OÖ wieder, ich gratuliere allen Preisträgerinnen und Preisträgern ganz herzlich.“
10.000 Euro Preisgeld
Je nach Art des Projekts erhielten die Landespreisträger neben einer Urkunde ein Gesamtpreisgeld von 30.000 Euro und ein Coaching von Business Angel Michael Altrichter. Wolfgang Mader aus Hofkirchen im Traunkreis erhielt den Umweltlandespreis 2021 mit seinem Projekt „Eiweißgewinnung aus Grünmehl“. Durch ein technisch neues Verfahren wird aus Luzerne und Klee ein hochwertiges Eiweiß gewonnen, das Soja in der Futterration ersetzt. Damit können Soja-Importe aus Übersee reduziert werden. Gleichzeitig fördert der Anbau der mehrjährigen heimischen Kulturen Luzerne und Klee den Humusaufbau, was wiederum zur Bindung von CO2 beiträgt und der Bodenerosion entgegenwirkt. Die lokale Erzeugung und Verarbeitung schafft Arbeitsplätze und sichert den Erhalt landwirtschaftlicher Betriebe. Als Preis erhielt Mader 10.000 Euro plus Coaching vom Business Angel Michael Altrichter.
Klimagerechtere Landwirtschaft
„Wir standen vor der Entscheidung, den Betriebsstandort zu schließen oder Pionierarbeit für eine klimagerechtere Landwirtschaft zu leisten. Seit wenigen Tagen ist die Pilotanlange zur Erzeugung von Kleepellets als hochwertige Eiweißträger anstelle von Import-Soja erfolgreich in Betrieb. Nun suchen wir zukunftsorientierte Landwirtinnen und Landwirte, die das Konzept unserer Pilotanlage als Chance für ihren eigenen Betrieb erkennen. Wolfgang Mader und sein Team sind überzeugt, dass in naher Zukunft die ersten Folgeanlagen entstehen werden. Mittel- bis langfristig wird eine flächendeckende Eiweißversorgung aus der Region möglich sein, weil sich die Anlage wirtschaftlich und ökologisch rechnet.“


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