Suche


Weitere Angebote

Sociale Medien

Kontakt

NIEDERNEUKIRCHEN. Wenn es um das Weihnachtsessen geht, hat jede Familie ihre eigenen Traditionen. Auf dem Speiseplan stehen sehr oft Gänsebraten, aber auch Bratwürstel oder Fondue. Doch auch der heimische Fisch wird immer beliebter. Neben Karpfen werden auch Forellen als Festschmaus gerne genommen.

Anna Peraus im Hofladen (Foto: Peraus)
Anna Peraus im Hofladen (Foto: Peraus)

„Weihnachten ist für uns ein Großkampftag, obwohl wir keine Karpfen haben“, verraten Anna und Richard Peraus, die seit über 20 Jahren eine Fischzucht in Obereglsee betreiben. „Manche Leute wollen bei ihren Traditionen bleiben, andere freuen sich auch über unsere Forellen auf dem Festtagstisch.“ Wichtig sei den Konsumenten vor allem aber, dass sie einen frischen Fisch aus der Region bekommen. „Unsere Fische werden am 24. Dezember ganz frisch geschlachtet, bis 12 Uhr sind wir da, auch für Kurzentschlossene haben wir noch was“, ergänzt Anna Peraus. Dass der Fischkonsum Jahr für Jahr steigt, kann auch die Landwirtin nur bestätigen. Aß jeder Österreicher 1995 im Durchschnitt fünf Kilogramm Fisch im Jahr, so waren es 2019 bereits 7,88 Kilogramm. Die gesamte Produktion von Speisefisch lag in Österreich 2011 bei knapp 3.000 Tonnen und sie stieg bis zum Jahr 2019 auf 4.250 Tonnen, heißt es von der Landwirtschaftskammer Oberösterreich.

Nur 6,29 Prozent Fisch stammt aus Österreich

Trotz des steigenden Interesses an Fisch ist allerdings der Selbstversorgungsgrad bei Fisch in Österreich traditionell gering und liegt aktuell bei gerade einmal 6,29 Prozent. In Österreich sind mittlerweile 98 Fischbetriebe auf den Online-Plattformen www.gutesvombauernhof.at oder www.gutewahlfisch.at registriert, 16 davon aus Oberösterreich. „Es ist ein erklärtes Ziel des Landwirtschaftsministeriums, die nationale Fischproduktion anzukurbeln und somit den Selbstversorgungsgrad zu steigern. Dies wurde in einem eigenen Strategiepapier festgelegt. Bisher gelang es, die Fischproduktion österreichweit jährlich um etwa 150 Tonnen zu steigern. Das bedeutende Forellenland Oberösterreich hat an dieser Entwicklung großen Anteil“, erläutert Karl Grabmayr, Vizepräsident der Landwirtschaftskammer OÖ überzeugt. Das Mengenplus ist überwiegend auf die Intensitätssteigerung und Erweiterung der Produktion in bestehenden Betrieben zurückzuführen.

Im Winter sind geräucherte Fische sehr beliebt

„Fisch hat eigentlich immer Saison. Jetzt im Winter ist eher die geräucherte Ware beliebt, im Sommer zum Grillen gehen fast nur frische Forellen und Lachsforellen sowohl als Filets aber auch im Ganzen“, weiß Anna Peraus. Für den Jahreswechsel stehen gebeizte Lachsforellen hoch im Kurs. Am Bruckschlögl-Hof von Familie Peraus kann man sich auch Aufstriche oder eine kalte Platte zusammenstellen lassen. Saisonbedingt gibt es auch manchmal Fischeier, also Kaviar von den Forellen. „Es muss nicht immer der echte Kaviar vom Stör sein. Man kann von allen Fischen die Fischeier essen und das ist eigentlich sogar noch besser, was viele gar nicht wissen“, ist die Bäuerin überzeugt. Die Entscheidung von einem Schweinezucht-Betrieb auf Fischzucht umzustellen, hat die fischbegeisterte Familie Peraus auf jeden Fall nie bereut.

Mehr Infos über den Betrieb und auch Rezepte findet man auf: www.peraus.at

Rezept-Tipp: Räucherforellenmousse
Zutaten: 300 g geräuchertes Forellenfilet, 4 Blatt Gelatine, 2 Becher Creme fraiche Kräuter, 1 EL Senf, Zitronenschale, Salz, Pfeffer, 200 g Schlag, Kaviar
Zubereitung: Gelatine einweichen, Schlagobers schlagen; Forellenfilet mit Creme fraiche vermengen und mit dem Mixstab zerkleinern, Schlagobers und Gewürze beifügen. Gelatine auflösen und in die Masse einrühren. Eine Terrinenform mit Frischhaltefolie auslegen und die Masse einfüllen.Mindestens 6 Stunden kühlen.

Kommentare sind nur für eingeloggte User verfügbar.

Jetzt anmelden