Dorfladen eröffnet: Kombination aus Nahversorger und E-Lademeile
ST. PANTALEON. Seit Anfang Oktober hat der neue Dorfladen täglich von 7 bis 21 Uhr geöffnet. Angeboten werden rund 1.000 Produkte von 48 Lieferanten aus der Region. Tips hat am Tag der offiziellen Eröffnung dem neuen Nahversorger einen Besuch abgestattet.

Vor einigen Jahren hat der letzte Nahversorger in St. Pantaleon seine Pforten geschlossen. Seit 4. Oktober gibt es nun einen neuen: den Dorfladen. Das Selbstbedienungsmarkt hat täglich von 7 bis 21 Uhr geöffnet und bietet ein vielfältiges Sortiment. Zum einen gibt es bäuerliche Produkte von umliegenden Betrieben. Ergänzt wird das Angebot um ein abwechslungsreiches Getränkesortiment, Reinigungsmittel, Blumenschmuck sowie Kosmetik- und Toilettenartikel von Unternehmen aus der Region.
Lebensmittel sollen ein Gesicht bekommen
Betreiber des Ladens ist die Sonnenladen GmbH, die bereits 2020 am Standort des alten Lagerhauses eine E-Lademeile eröffnet hat. Am Gebäude wurde 2019 eine 60kWp-Photovoltaikanlage errichtet mit einem Speicher im Keller. Ein Nahversorger soll das Konzept nun ergänzen. „Die Idee war von Anfang an auch da, wieder einen Nahversorger im Ort aufzubauen. Wir wollen, dass die Leute wieder ein Gesicht zum Essen bekommen“, so Geschäftsführer Christian Plank, deshalb kann man sich im Foyer auch auf einem Bildschirm über die Lieferanten informieren. „Das passt zu unserer Philosophie. Wir wollen nachhaltig was verändern. Dabei steht Bio nicht unbedingt im Vordergrund, sondern die Regionalität.“
Einkaufen zu fairen Preisen
Die Produzenten verkaufen ihre Waren zu Ab-Hof-Preisen. „Die Preise werden von unseren Lieferanten festgelegt, es soll eine ja eine faire Partnerschaft sein“, betont Plank. Mit zum seinem Team gehören neben dem Hauseigentümer Fritz Guhsl auch Mitgesellschafter Dominik Guhsl und Gitti Guhsl, die sich um den laufenden Betrieb kümmert. Nach den ersten zwei Wochen zeigt sich schon, dass das Konzept gut ankommt. „Das Feedback ist extrem positiv. Alle sind glücklich, dass es wieder einen Nahversorger gibt. Auch die langen Öffnungszeiten begeistern, viele nutzen die Gelegenheit, auch am Abend noch einkaufen zu können“, verrät Plank im Tips-Gespräch.
Zutrittskontrolle durch eCard
Hinein kommt man in den videoüberwachten Selbstbedienungsladen mit der eCard. „Es gibt eine Altersbeschränkung. Weil auch Alkohol erhältlich ist, darf man erst mit 18 rein“, erklärt der Unternehmer. „Man muss sich aber keine Sorgen machen, wir können sonst keine Daten auslesen, die eCard dient nur für die Zutrittskontrolle.“ Bezahlen kann man seinen Einkauf, den man einfach einscannt bei der Kassa, mit der Bankomatkarte oder auch bar, allerdings gibt es kein Wechselgeld, der Betrag muss genau eingeworfen werden. „Zwei Drittel nutzen die Kartenzahlung, aber wollen bewusst auch ältere Menschen, die das nicht so gewohnt sind, nicht ausschließen“, so Plank.


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