Ennser Gemeinderat verabschiedet Resolution „Regelgeschwindigkeit von 30 km/h im Ortsgebiet“
ENNS. Die Stadtgemeinde Leonding hat es vorgemacht. Nun zieht auch Enns nach und tritt ebenfalls für ein Tempolimit von 30 km/h auf Österreichs Straßen im Ortsgebiet ein.

Geschwindigkeitsreduktionen im Ortsgebiet müssen seitens der Bezirkshauptmannschaft verordnet werden. Oftmals werden die Ansuchen der Städte jedoch nicht genehmigt, da die Behörde zwar die jeweiligen Sichtverhältnisse und Straßenbreiten berücksichtigt, nicht jedoch die Anliegen der Gemeinden. Dieses Problem würde durch eine generelle Herabsetzung der Regelgeschwindigkeit innerhalb des Ortsgebietes auf 30 km/h - ausgenommen gekennzeichneter Straßen, auf denen weiterhin 50 km/h gelten sollen - gelöst werden. „Gerade für die Stadt Enns, wo ohnehin schon auf sehr vielen Straßen im Ortsgebiet die 30 km/h-Beschränkung gilt, wäre diese Regelung eine große Erleichterung, da weniger 30er-Zonen verordnet und als solche gekennzeichnet werden müssten“, so Bürgermeister Christian Deleja-Hotko (SPÖ).
Weniger Lärm und Abgase
Aus diesem Grund wurde in der letzten Sitzung des Ennser Gemeinderats eine Resolution an den Nationalrat sowie an die Bundesministerin für Klimaschutz, Umwelt, Energie, Mobilität, Innovation und Technologie Leonore Gewessler (Die Grünen) mit folgendem Wortlaut verabschiedet: „Die Regelgeschwindigkeit innerhalb des Ortsgebiets soll auf 30 km/h herabgesetzt werden. Eine höhere Geschwindigkeit an geeigneten Stellen innerhalb des Ortsgebiets kann durch gesonderte Verordnung ausgewiesen werden. Deleja-Hotko ist von einer wesentlichen Verbesserung für die Bevölkerung überzeugt: „Eine Reduzierung der Fahrgeschwindigkeit bedeutet weniger Lärm, weniger klimaschädliche Abgase, eine höhere Verkehrssicherheit für alle Verkehrsteilnehmer, bessere Ausgangsbedingungen für Fußgeher und Radfahrer sowie mehr Aufenthaltsqualität im öffentlichen Raum.“


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