Offene Stalltür: „Wissen wo die Lebensmittel herkommen“

Julia Karner Julia Karner, Tips Redaktion, 14.09.2019 12:00 Uhr

ERNSTHOFEN. Stallluft schnuppern und einen Blick hinter die Ku(h)lissen werfen konnten Verbraucher bei vier engagierten Bauernfamilien aus Ernsthofen. Interessierte Gäste und Konsumenten bekamen die Möglichkeit, Betriebe hautnah kennenzulernen.

Auch die Bauernvertreter unterstützen diese Aktion. Bauernbund-Präsident Georg Strasser erkennt im Projekt der offenen Stalltüren den Mut der Bauern mit den Verbrauchern in Dialog zu treten. „Als Produzent dürfen wir die Verbraucher nie aus den Augen verlieren. Es ist wichtig, dass wir zeigen, wie gewissenhaft und bemüht wir die tägliche Arbeit am Hof verrichten. Der gesellschaftliche Diskurs wird schwieriger, die Anforderungen an uns Bauern wachsen. Wir müssen daher mit den Verbrauchern in Dialog treten und unsere Geschichten erzählen“, so der Appell des Bauernbund-Präsidenten.

Transparenz im Supermarktregal

„Damit die Verbraucher auch wissen was sie kaufen, braucht es mehr Transparenz. Jetzt ist es so, dass wir ein Produkt mit der Lupe untersuchen müssen, um die Herkunft der Zutaten zu identifizieren. Das ist intransparent und gehört verbessert. Wir fordern deshalb eine transparentere Kennzeichnung der Produktherkunft für verarbeitete Milch-, Ei- und Fleischprodukte. Und auch in den Gemeinschaftsverpflegungen wie Krankenhäusern, Kindergärten und Schulen soll die Herkunft klar ausgeschildert sein. Alles andere ist scheinheilig und unfair den Bauernfamilien wie den Verbrauchern gegenüber“, so Alois Rosenberger.

Klima schonen, heimisch kaufen

Wenn man weiß, wo das Essen herkommt, kann man sich auch bewusst für regionale oder zumindest österreichische Produkte entscheiden. „Mit jedem Griff ins Regal entscheiden wir uns für oder gegen die heimischen Bauernfamilien. Und wir entscheiden uns für oder gegen einen Beitrag zum Klimaschutz. Wir Bauern wollen einen Beitrag zum Klimaschutz leisten. Das geht am besten mit kurzen Transportwegen und einem möglichst schonenden Umgang mit Tier, Boden und der gesamten Umwelt. Unsere Bauern machen das vor“, so der Bauernbundobmann Franz Schwödiauer.

Besucher erwartete ein abwechslungsreiches Programm

Familie Schwödiauer öffnete die Tore des Putenstalls mit dem neu angebauten Wintergarten für mehr Tierwohl. Am Hof der Familie Rittmansberger konnten die Gäste den Milchviehbetrieb mit Hochlandrindern kennenlernen. Am Bauernhof der Familie Geiblinger bekamen die Gäste einen Einblick in die Schweinehaltung und Familie Rothberger stellte ihren Schafhaltungsbetrieb mit Direktvermarktung vor.

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