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FELDKIRCHEN. Letzten Dezember entschied das Landesverwaltungsgericht über die Beschwerde der Marktgemeinde gegen den Bescheid der Bezirkshauptmannschaft in Sachen Schotterabbau am ehemaligen Landesgut in Bergheim. Die Bürgerinitiative gegen den Schotterabbau warnt vor möglichen Trinkwasserversorgungsengpässen des oberen Mühlviertels.
 

Sauberes Trinkwasser ist lebensnotwendig. Symbolfoto: Evgeny Atamanenko/shutterstock.com
Sauberes Trinkwasser ist lebensnotwendig. Symbolfoto: Evgeny Atamanenko/shutterstock.com

„Nachdem unserer Bürgerinitiative im Verfahren die Parteistellung verwehrt wurde, beziehungsweise eine mögliche UVP-Pflicht durch recht einseitige Würdigung von Beweisfragen vom Tisch gewischt wurde, sollte schon auch darüber informiert werden, dass im erstinstanzlichen Bescheid unter anderem darauf verwiesen wird, dass das Schotter-Abbauprojekt keine Auswirkung auf die Trinkwasserversorgung der Gemeinde hat. Im Fall der Fälle könne außerdem auf die Ressourcen des Fernwasserverbandes Mühlviertel zurückgegriffen werden. Angesichts der spürbaren Folgen des zunehmenden Klimawandels und der Wasserknappheit im oberen Mühlviertel, halte ich diese Feststellung für sehr gewagt. Der Fernwasserverband Mühlviertel hat schon jetzt große Probleme seinen Lieferverpflichtungen nachzukommen“, so David Allers­torfer, der Initiator der Bürgerinitiative gegen den Schotterabbau, der weiters erklärt: „Der Fernwasserverband „Oberes Mühlviertel“ beliefert viele Gemeinden im Mühlviertel mit Trinkwasser. Aufgrund der spürbaren Klimaveränderung und der extremen niederschlagsarmen Monate, bezieht der Fernwasserverband immer mehr Trinkwasser aus dem nördlichen Eferdinger Becken, um seinen vertraglichen Lieferverpflichtungen nachkommen zu können.“

Es gibt viele Möglichkeiten

Wenn sich diese Entwicklung fortsetzt, wird es immer wichtiger, seine Brunnen im nördlichen Eferdinger Becken zu schlagen. Durch die beabsichtigte Schottergrube wird eine der wenigen noch unberührten relevanten Grundwasserentnahmeflächen dauerhaft zerstört und unbrauchbar. Es gibt so viele Möglichkeiten, um Schotter abzubauen. Es könnten auch bestehende Abbaue ausgeweitet werden. Warum ausgerechnet im Schaufenster von Feldkirchen mitten im Wasserschutzgebiet? Wer hat wirklich was davon?“, fragt sich David Allerstorfer.

Ihre Meinung

Bedroht der Schotterabbau die Trinkwasserversorgung?

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