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FELDKIRCHEN AN DER DONAU. Auch in dieser Woche hat Tips wieder nachgefragt, wie der Alltag von Politikern aussieht, wenn sie vom Homeoffice aus arbeiten müssen. Dieses Mal ist FPÖ-Landtagsabgeordneter Günter Pröller an der Reihe.

Günter Pröller lebt in Feldkirchen an der Donau. Foto: Eric Krügl
Günter Pröller lebt in Feldkirchen an der Donau. Foto: Eric Krügl

Tips: Seit wann arbeiten Sie von zuhause aus und wie kam es dazu?

Pröller: Als Berufsunteroffizier bin ich zwei Tage an der Heeresunteroffiziersakademie in Enns und seit drei Wochen habe ich Homeoffice. Es wurde einiges anders in diesen herausfordernden Zeiten. Nach dem Aufruf der Regierung erledige ich soweit wie möglich die Arbeit von zuhause aus – so wurde mein Wohnzimmer zum Büro.

Tips: Wie sieht ein typischer Arbeitstag im Homeoffice bei Ihnen aus?

Pröller: Zwei Tage in der Woche pendle ich um 6 Uhr nach Enns in die Kaserne und bei der Heimfahrt erledige ich das Notwendigste. Sonst klingelt der Wecker und der Newsticker mit unzähligen neuen Nachrichten wird überflogen. Das wird inzwischen zur morgendlichen Routine. Bei diesem Start in den Tag ist es nicht leicht, auch mal positive Gedanken zu fassen. Ich bin voller Zuversicht und versuche im Vertrauen zu sein und positiv zu denken.Jede Krise macht uns stärker.

Tips: Gab es bisher schon Herausforderungen?

Pröller: Die Herausforderung ist für mich, dass mir der persönliche Kontakt zu den Bürgern fehlt. Ich bin ein Mensch, der sehr gerne mit Menschen zusammen ist und zuhört.

Tips: Wie erleben Sie die aktuelle Situation? Gibt es etwas, was Ihnen Sorgen bereitet? Gibt es auch Vorteile, die Ihnen vielleicht erst durch diese Zeit aufgefallen sind?

Pröller: Ich erlebe derzeit einen großen Zusammenhalt und Unterstützung. Wir stehen weiterhin vor großen Herausforderungen, als Gesellschaft, aber auch jeder Einzelne von uns. Jetzt heißt es zusammenhalten – aber Abstand halten. Ich vertraue darauf, dass wir diese Ausnahmesituation gemeinsam meistern werden. Ein Dankeschön an alle Menschen, die gerade jetzt – ob in der Gesundheitsversorgung, im Sicherheitsbereich, in der Landwirtschaft, im Lebensmittelbereich, in den Apotheken, bei der Nachbarschaftshilfe oder in Betrieben – die wirtschaftliche Infrastruktur aufrechterhalten.

Tips: Wie bleiben Sie mit Ihren Kollegen in Kontakt?

Pröller: Mit meinen Referenten und mit meinen Kollegen telefoniere ich einmal täglich, um anstehende Aufgaben zu erledigen und Fragen zu beantworten. Als Bezirksobmann bleibe ich mittels WhatsApp-Gruppen mit den Ortsparteiobmänner/frauen in engem Kontakt.

Tips: Was würden Sie sich in der momentanen Situation von den Mitmenschen wünschen?

Pröller: Wünschen täte ich mir, dass wir alle, vor allem die Familien, stärker und gut aus der Corona-Zeit herauskommen. Manche haben jetzt auch die Zeit, um sich die Frage zu stellen: „Was brauche ich, um ein zufriedenes Leben zu führen?“. Als dreifacher Vater weiß ich, welche Herausforderungen täglich zu bewältigen sind, daher sage ich „Danke“ und habe absoluten Respekt vor den Familien, wo Mama und Papa zu Hause sind, täglich mit den Kindern lernen, spielen, gemeinsam kochen und vieles mehr. Und Eltern, die von der notwendigen Arbeit (Spital, Einkaufsmärkte, Polizei, Bundesheer) kommen und auch täglich für ihre Kinder da sind – großer Respekt.


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