David Allerstorfer: „Man muss am Ende des Tages in den Spiegel sehen können“
FELDKIRCHEN. Gemeinderat David Allerstorfer (SPÖ) möchte Bürgermeister von Feldkirchen werden. Im Tips-Gespräch erzählt er, warum er politisches Engagement für wichtig hält.

Tips: Ihr Vater war lange Bürgermeister von Feldkirchen. Schrecken die Erfahrungen nicht ab, das Amt zu übernehmen?
Allerstorfer (lacht): Nein, obwohl man natürlich als Familienmitglied auch die unangenehmen Seiten des Amtes mitbekommt.
Tips: Kritiker behaupten, dass der Bürgermeister in Feldkirchen quasi eine Erbpacht ist. Wie sehen Sie die Situation?
Allerstorfer: Blödsinn. Natürlich muss auch ich in einem demokratischen Prozess gewählt werden. Mehr braucht man dazu nicht zu sagen.
Tips: Warum tut man sich eine politische Tätigkeit überhaupt an?
Allerstorfer: Zugegeben, Politik ist eine komplizierte Angelegenheit, die nicht nur immer Freude macht. Aber man kann etwas bewirken und die Zukunft mitgestalten. Und wichtig ist auch eines: Man muss am Ende des Tages in den Spiegel sehen können.
Tips: Warum macht es manchmal keine Freude?
Allerstorfer: Wenn man etwas entscheiden muss, das irgendjemanden negativ betrifft. Man macht das ja nicht gerne, sondern weil es aus verschiedensten Gründen notwendig ist.
Herausforderungen warten
Tips: Wenn Sie Bürgermeister werden, was bedeutet dies persönlich für Sie?
Allerstorfer: Ich werde versuchen das Familienleben und das Amt unter einen Hut zu bringen. Das wird mir mit der Unterstützung meiner Gattin sicher gelingen.
Tips: Welche Visionen haben Sie für Feldkirchen?
Allerstorfer: Die Zeiten ändern sich immer schneller und es wird wichtig sein, sich diesen Veränderungen anzupassen. Gelingt dies, bin ich für die Zukunft sehr optimistisch.
Tips: Gibt es konkrete Beispiele, die die Gemeinde betreffen?
Allerstorfer: Feldkirchen liegt im Einzugsgebiet von Rohrbach, Eferding und Linz. Das bedeutet, wir sind als Wirtschaftsstandort ebenso wie als Wohnort attraktiv. Daraus ergeben sich Chancen aber auch Herausforderungen-
Tips: Welcher Punkt ist Ihnen im Wirtschaftsbereich ein besonderes Anliegen?
Allerstorfer: Wir streben bis 2025 eine jährliche Kommunalsteuer in der Höhe von einer Million Euro an. Diese Einnahmen würden uns mehr Autonomie – etwa in Fragen der Kinderbetreuung – ermöglichen.
Tips: Mehr Wohnungen, mehr Betriebe. Wird es dann nicht auch zu mehr Problemen kommen? Allerstorfer: Zu berücksichtigen ist sicher die Versorgung mit Trinkwasser. Dies wird – auch durch die vorhandene Landwirtschaft – sicher eine große Herausforderung.


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