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David Allerstorfer: „Man muss am Ende des Tages in den Spiegel sehen können“

Andreas Hamedinger, 06.05.2019 12:26

FELDKIRCHEN. Gemeinderat David Allerstorfer (SPÖ) möchte Bürgermeister von Feldkirchen werden. Im Tips-Gespräch erzählt er, warum er politisches Engagement für wichtig hält.

David Allerstorfer sieht die Zukunft für Feldkirchen positiv. Foto: Hamedinger
David Allerstorfer sieht die Zukunft für Feldkirchen positiv. Foto: Hamedinger

Tips: Ihr Vater war lange Bürgermeister von Feldkirchen. Schrecken die Erfahrungen nicht ab, das Amt zu übernehmen?

Allerstorfer (lacht): Nein, obwohl man natürlich als Familienmitglied auch die unangenehmen Seiten des Amtes mitbekommt.

Tips: Kritiker behaupten, dass der Bürgermeister in Feldkirchen quasi eine Erbpacht ist. Wie sehen Sie die Situation?

Allerstorfer: Blödsinn. Natürlich muss auch ich in einem demokratischen Prozess gewählt werden. Mehr braucht man dazu nicht zu sagen.

Tips: Warum tut man sich eine politische Tätigkeit überhaupt an?

Allerstorfer: Zugegeben, Politik ist eine komplizierte Angelegenheit, die nicht nur immer Freude macht. Aber man kann etwas bewirken und die Zukunft mitgestalten. Und wichtig ist auch eines: Man muss am Ende des Tages in den Spiegel sehen können.

Tips: Warum macht es manchmal keine Freude?

Allerstorfer: Wenn man etwas entscheiden muss, das irgendjemanden negativ betrifft. Man macht das ja nicht gerne, sondern weil es aus verschiedensten Gründen notwendig ist.

Herausforderungen warten

 Tips: Wenn Sie Bürgermeister werden, was bedeutet dies persönlich für Sie?

Allerstorfer: Ich werde versuchen das Familienleben und das Amt unter einen Hut zu bringen. Das wird mir mit der Unterstützung meiner Gattin sicher gelingen.

Tips: Welche Visionen haben Sie für Feldkirchen?

Allerstorfer: Die Zeiten ändern sich immer schneller und es wird wichtig sein, sich diesen Veränderungen anzupassen. Gelingt dies, bin ich für die Zukunft sehr optimistisch.

Tips: Gibt es konkrete Beispiele, die die Gemeinde betreffen?

Allerstorfer: Feldkirchen liegt im Einzugsgebiet von Rohrbach, Eferding und Linz. Das bedeutet, wir sind als Wirtschaftsstandort ebenso wie als Wohnort attraktiv. Daraus ergeben sich Chancen aber auch Herausforderungen-

Tips: Welcher Punkt ist Ihnen im Wirtschaftsbereich ein besonderes Anliegen?

Allerstorfer: Wir streben bis 2025 eine jährliche Kommunalsteuer in der Höhe von einer Million Euro an. Diese Einnahmen würden uns mehr Autonomie – etwa in Fragen der Kinderbetreuung – ermöglichen.

Tips: Mehr Wohnungen, mehr Betriebe. Wird es dann nicht auch zu mehr Problemen kommen? Allerstorfer: Zu berücksichtigen ist sicher die Versorgung mit Trinkwasser. Dies wird – auch durch die vorhandene Landwirtschaft – sicher eine große Herausforderung.


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