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FRANKENBURG. Ungewöhnlich in mehrfacher Hinsicht ist die 1,4 Hektar große Parklandschaft am Rand des Hausruckwalds, die die Frankenburger „Botanischer Garten“ nennen. Es ist eigentlich eine Baumsammlung, die Anfang der 1960er Jahre von einem jungen Forstwirt angelegt wurde.

Gemeinsam wurden Blumenbeete gejätet, Wege freigeschnitten und Mulchmaterial aufgebracht. Foto: Baumann

Felix Benz pflanzte eine große Vielfalt an Nadelbäumen, Birken, Pappeln und Linden. Nicht nur die Mammutbäume, auch die Weiden und Eichen beeindrucken durch ihre Größe. Dabei hätten die imposanten Bäume beinahe als Brennholz geendet. Das war auch der ursprüngliche Zweck der Anlage: herauszufinden, welche Bäume aus aller Welt bei uns forstwirtschaftlich nutzbar sind. Quasi in letzter Minute retteten einige Frankenburger das „Arboretum“. Sie erkannten den biologischen und kulturellen Wert der Baumsammlung in Hintersteining, die nach einer jüngst durchgeführten Einmessung mittels GPS 1500 Gehölze enthält.

Die Arbeit vieler Ehrenamtlicher, die Bäume, Sträucher und Stauden nachpflanzen und betreuen, ist eine weitere Besonderheit des Gartens, der jederzeit kostenlos zu besichtigen ist. Bis zu 50 Freiwillige haben zuerst mit Josef Pachinger und in den vergangenen zehn Jahren mit Johann Diewald den Garten zu einer Landschaft gemacht, die die Naturliebhaber begeistert. Ende Mai gab es einen Großeinsatz im Botanischen Garten, den der Siedlerverein koordinierte. Neben vielen Privatpersonen arbeiteten der Pensionistenverein, die Naturfreunde, die Kleintierzüchter und der Imkerverein, die ihre Beete und den Imkerlehrpfad auch während des Jahres pflegen. Als Dank lud Bürgermeister Johann Baumann die freiwilligen Helfer zu Frankenburger Bratknödeln zum Wirt z“Dorf ein.

Eschensterben

Tatsächlich fordert das Gesetz von Baumbesitzern die gleiche Sorgfalt, als würde es sich um Bauwerke handeln. Da darf nicht einfach etwas herunter- oder umfallen und andere gefährden. Dementsprechend kontrolliert die Marktgemeinde ihre Bäume regelmäßig auf Schäden und Gefahren. Häufig müssen dürre Äste entfernt werden, manchmal ist ein Baum so geschädigt, dass er ersetzt werden muss. Die Marktgemeinde Frankenburg hat bereits einige ihrer Eschen entfernt und weitere werden folgen. Eine Pilzkrankheit wird in relativ kurzer Zeit etwa 95 Prozent der Eschen zum Absterben bringen:


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