UNTERWEITERSDORF. Mehrere tausend Euro beträgt der Sachschaden, den ein Graffiti-Sprüher auf zahlreichen Autobahnbauwerken verursacht hat. Der 26-Jährige wird auch beschuldigt, Suchtgift mit sich geführt zu haben.

Bereits am 24. Dezember 2020 gegen 4 Uhr trafen Polizisten der Polizeiinspektion Pregarten in Unterweitersdorf im Bereich einer Autobahnüberführung einen amtsbekannten 26-Jährigen aus dem Bezirk Freistadt auf dem Brückenbauwerk an. Er führte eine Spraydose mit sich. Auf Grund der Anzahl an Graffitis auf Autobahnbauwerken in den vergangenen Monaten wurde eine Personsdurchsuchung durchgeführt. Dabei wurden fünf weitere Spraydosen sichergestellt. Der 26-Jährige führte außerdem Suchtgift in Form von Cannabis und Ecstasy mit sich.
Graffitis waren noch feucht
Bei der Autobahnüberführung konnten insgesamt sieben Graffitis, Sprüche und Symbole, festgestellt werden, bei welchen die Farbe noch nicht getrocknet war. Der Beschuldigte zeigte sich dazu geständig. Durch die weitere Befragung gestand er schließlich auch andere Sachbeschädigungen durch Graffitis in Unterweitersdorf – konkret auf Autobahnüberführungen im Ortsteil Radingdorf und entlang des Güterweges Schmiedweg. Nach der Kontrolle des Verdächtigen ordnete die Staatsanwaltschaft Linz eine Hausdurchsuchung an. Diese wurde am 4. Februar 2021 durchgeführt. Im Zuge der Durchsuchung wurden Schablonen, welche bei den Graffitis verwendet wurden, sichergestellt. Darüber hinaus konnten zusätzliche 14 Graffiti-Spraydosen aufgefunden werden, welche der Beschuldigte erst am 21. Jänner 2021 im Internet bestellt hatte. Es wurden auch abermals Suchtgiftutensilien gefunden.
Geständig zu 37 Sprüh-Motiven
Der 26-Jährige zeigte sich schließlich im Zuge der Einvernahmen zu 37 Motiven geständig. Diese wurden im genannten Zeitraum an drei verschiedenen Brücken angebracht. Des Weiteren wird der Mann verdächtigt, weitere 23 Motive, welche im selben Zeitraum an denselben Orten entstanden sind, gesprüht zu haben. Dazu zeigte er sich nicht geständig. Der Gesamtschaden beträgt mehrere tausend Euro. Der Mann wurde bei der Staatsanwaltschaft Linz angezeigt.


Kommentare sind nur für eingeloggte User verfügbar.
Jetzt anmelden