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Heimatfilmfestival: außergewöhnliche, mutige und berührende Filme begeisterten Publikum und Jury

Mag. Susanne Überegger, 26.08.2018 08:29

FREISTADT. Bereits zum 31. Mal war die Altstadt von Freistadt das kleine Zentrum der (Heimat-)Filmwelt. 60 internationale und nationale Spiel-, Dokumentar- und Kurzfilme zum Thema Heimat wurden an fünf Festivaltagen gezeigt. Verschiedene Jurys kürten im Anschluss die Sieger in mehreren Kategorien.

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Der mit 2500 Euro dotierte Spielfilmpreis der Stadt Freistadt ging an die italienische Produktion „Easy“ von Andrea Magnani. Ein schönes Märchen, eine kluge Fabel, getragen von einem außergewöhnlichen Darsteller“, so die Jury in ihrer Begründung. Im Film wird ein junger Mann aus seiner Lethargie gerissen, als er von seinem Bruder den Auftrag erhält einen Sarg in die Ukraine zu überstellen.

Wenn der Enkel in der Vergangenheit gräbt: Dokumentarfilmpreis für „Did you wonder who fired the gun?“

Den mit 1500 Euro dotierten Dokumentarfilmpreis der Stadt Freistadt vergab die Jury an die amerikanische Produktion „Did you wonder who fired the gun?“ von Travis Wilkerson. Wilkerson ergründet in diesem sehr persönlichen Film seine eigene Familiengeschichte um einen von seinem Großvater verübten rassistischen Mord. „Travis Wilkerson brachte großen Mut auf, in seine eigene Vergangenheit zu schauen. Etwas, für das wir ihn zu bewundern haben - vor allem hier in Österreich, in ganz Europa“, begründete die Jury ihre Entscheidung für den Film.

Von den Spuren, die der Krieg bei einem Kind hinterlässt: Jugendjury kürt „The distant barking of dogs“ zum Sieger

Von der Jugendjury wurde der Dokumentarfilm „The distant barking of dogs“ ausgezeichnet. Der Film begleitet einen Jungen in einem ukrainischen Dorf unweit der Front zur umkämpften Ostukraine über ein Jahr lang. „Der Film zeigt, welche Spuren der Krieg bei ihm hinterlässt. Diese Veränderung fängt der Regisseur mit seiner Kamera auf eine Weise ein, die Jung wie Alt bewegt“, fand die Jury.

Würdigungspreis für Mano Khalil

Der Würdigungspreis der Stadt Freistadt wurde dem kurdisch-schweizerischen Regisseur Mano Khalil überreicht, der mit seinem neuen Film „Hafis & Mara“ im Programm vertreten war.

Publikumspreis für „Waldheims Walzer“

Der Publikumspreis ging an „Waldheims Walzer“ von Ruth Beckermann. „Das überrascht mich, weil es ein sehr politischer Film ist“, meinte Festivaldirektor Wolfgang Steininger.


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